07.08.2013 14:14 |

3 km auf Quad

Neuseeland: Bauer fuhr mit gebrochenem Genick heim

Unfassbares Glück hat ein Bauer in Neuseeland gehabt: Unter qualvollen Schmerzen musste Bill Paikea drei Kilometer über holprige Pfade auf einem Quad zu seinem Haus zurückfahren, um Alarm zu schlagen. Der 60-Jährige war beim Heuschichten auf seiner abgelegenen Farm vier Meter in die Tiefe gestürzt - und hatte sich dabei das Genick gebrochen, wie sich im Krankenhaus herausstellen sollte.

In der Gegend in Northland im Norden der Nordinsel gibt es keinen Handy-Empfang. Aufgrund der starken Schmerzen habe er nach dem Sturz zunächst zwei Stunden - sein Hund leistete ihm dabei Gesellschaft - auf Rettung gewartet und dann beschlossen, sich selbst mit dem vierrädrigen Geländefahrzeug auf den Weg zu machen, berichtete der Bauer Reportern von seinem Krankenbett aus.

"Jeden verdammten Buckel in der Straße gespürt"
"Ich habe jeden verdammten Buckel in der Straße gespürt. Man kann sich die Schmerzen mit einem gebrochenen Genick vielleicht vorstellen." Zurück auf seinem Hof erzählte er seiner Frau und seinem Sohn er müsse sich nur kurz hinlegen. Die beiden ignorierten dies und verständigten sofort den Rettungsdienst.

Paikea sei beim Abtransport erstaunlich guter Dinge gewesen, berichtete Russell Clarke, ein Pfleger der Hubschrauberrettung von Auckland. "Er ist ein ziemlicher Hardcore-Farmer - ein stoischer alter Junge", so Clarke gegenüber dem "New Zealand Herald". Der Genickbruch wurde dann im Krankenhaus festgestellt.

Mediziner: "Hat sehr großes Glück gehabt"
Weil bei solchen Verletzungen das Rückenmark selten intakt bleibt, enden Unfälle mit Genickbruch meist tödlich. Ärzte waren aber zuversichtlich, dass Paikea sich innerhalb von drei Monaten vollkommen erholt. "Der Mann hat einfach sehr großes Glück im Unglück gehabt", erläuterte Professor Jan Schwab vom Unfallkrankenhaus Berlin. "Das ist schon denkbar, wenn quasi nur die Wirbelsäule selber betroffen ist, ohne dass das Rückenmark bedeutend geschädigt wurde."

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