Elena Überbacher, zu Covid-Zeiten Schülerin, teilt ihre Erfahrungen. Auf die Freude, nicht in die Schule gehen zu müssen, folgte schnell die Ernüchterung. Wenig soziale Kontakte und Distance-Learning nervten.
Als die Corona-Pandemie ausbrach, war ich 17 und Schülerin an einer AHS. Zu Beginn war es etwas Aufregendes. Ich wusste nicht, wie lange wir zuhause bleiben werden und freute mich gemeinsam mit meinen Schulkollegen vorerst, dass wir nicht mehr in die Schule mussten. Die Freude ist mir jedoch schnell vergangen, als das „Distance-Learning“ begann und der Unterricht online stattfand.
Für mich war das extrem mühsam und anstrengend, dass ich Lehrer und Freunde nur noch über den Laptop sehen konnte. Ärgerlich war auch, dass die technischen Mittel, die für diesen Unterricht benötigt wurden, nicht so funktionierten, wie sie sollten. Oft brach die Netzwerkverbindung ab, oder es gab andere nervige Probleme.
In dieser Zeit war eigenständiges Lernen, Aufgaben selbst organisieren und Einhalten von Fristen gefragt. Damit habe ich mir am Anfang noch schwer getan, jedoch bald gelernt, auch solche Dinge zu meistern.
Auch der soziale Kontakt zu Freunden litt sehr unter dem Lockdown. Manchmal haben wir uns online getroffen oder telefoniert. Geholfen haben mir damals meine Geschwister, die ja auch zuhause waren. Wir haben uns dann miteinander beschäftigt. Nach fast dreieinhalb Monaten kehrten wir im Juni, mit strengen Regelungen wie Maskenpflicht wieder in die Schule zurück – Zeiten, die ich nicht vermisse.
Elena Überbacher
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