Die 155. Minister-Angelobung am 155. Tag der Regierungsbildung: Vielleicht ist das ein gutes Omen. Bundespräsident Alexander Van der Bellen ist mittlerweile ein echter Angelobungs-Profi: Er verliert nicht die Ernsthaftigkeit, streut aber immer wieder ein kleines Scherzchen ein und er schließt immer mit Optimismus.
„Was lange währt, wird gut“, Van der Bellen eröffnete die heutige Angelobung der Zuckerl-Koalition gleich mit einer witzigen Bemerkung und erntete Lacher dafür. Und er schloss mit einem schlichten „OK“. Kurios: 155 Tage dauerte es seit der Wahl, bis die Regierung endlich stand. Und just heute gelobte Van der Bellen seinen 155. Minister an.
Der Bundespräsident zeigte sich „sehr froh“, dass in den Verhandlungen alle über ihren Schatten gesprungen seien. Stur zu bleiben sei sicher manchmal verlockend gewesen: „Aber stur sein macht noch keine Regierung.“ Bei 21 Regierungsmitgliedern war das heute nicht möglich, aber Van der Bellen baut in seinen Reden gerne persönliche Dinge ein.
Oft begrüßt er mit den Worten: „Herzlich willkommen in unseren bescheidenen, imperialen Amtsräumen.“ Bei der Angelobung von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil meinte Van der Bellen: „Sie kommen nicht zum ersten Mal. Wie war die Reihenfolge? Das ist gar nicht so leicht bei ihnen.“
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