Gemeindewahlen 2025

Grüne Ministerin strampelt bei Besuch für Stimmen

Vorarlberg
23.02.2025 18:05
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Mit Klimaministerin Leonore Gewessler hatten sich die Feldkircher Grünen um Spitzenkandidat Clemens Rauch prominente Unterstützung für den Wahlkampf geholt. Spitzenkandidat Rauch forderte mehr Fahrradstraßen.  

Die Mutterstraße in Feldkirch wurde sich hervorragend als Fahrradstraße eignen, ist Clemens Rauch, Spitzenkandidat der Feldkircher Grünen überzeugt – und testete mit Ministerin Leonore Gewessler gleich mal die Gegebenheiten vor Ort.

Rauchs Ziel: Bis 2030 soll der Anteil der Drahteselnutzer in der Montfortstadt auf 30 Prozent ansteigen. Positiv aus seiner Sicht ist, dass die Zahl schon jetzt bei 23 Prozent liegt. Die hohe Zahl führt er auf den „Rückenwind“ zurück, den es beim Ausbau der Infrastruktur durch die Bemühungen der Grünen auf Bundes- und Landesebene gegeben hätte.

Die Mutterstraße würde sich als Fahrradstraße bestens eignen, meinte das grüne Tandem-Duo.
Die Mutterstraße würde sich als Fahrradstraße bestens eignen, meinte das grüne Tandem-Duo.(Bild: sos)

Weniger positiv sei hingegen, dass ein 2019 entworfenes Fahrradstraßenkonzept mehr oder weniger in der Schublade verschwunden ist: Lediglich vier der elf vorgesehenen Projekte wurden umgesetzt. Ein besonderer Dorn im Auge ist ihm die Anbindung an den Feldkircher Bahnhof: „Radfahrer haben keine gute Möglichkeit, die L190 zu queren. Sie müssen das Rad über den Schutzweg schieben oder sich in den Verkehr einordnen, was nicht immer ganz ungefährlich ist“, meint er.

„Niemand soll sich fürchten müssen, wenn er aufs Radl steigt“, ergänzte die Ministerin. Ein besonderes Lob hat sie für den ehemaligen Mobilitätslandesrat Daniel Zadra im Gepäck: Der habe nämlich dafür gesorgt, dass diverse Förderungen für den Ausbau des Radverkehrs abgeholt und sinnvoll eingesetzt worden seien.

Mehr Güter auf Schiene
Auch am Ende ihrer Amtszeit ist sie davon überzeugt, dass straßenbauliche Lösungen im unteren Rheintal die falsche Lösung sind. „Probleme des 21. Jahrhunderts kann man nicht mit Maßnahmen aus dem 19. Jahrhundert lösen. Wir müssen nicht nur die Radinfrastruktur ausbauen und mehr auf den öffentlichen Verkehr setzen, sondern auch mehr Güter auf die Schiene bringen“, sagte sie mit Blick auf die Staus rundum den Güterbahnhof Wolfurt.

Was die seit Jahrzehnten diskutierte S16-Variante angeht, sollten die Lustenauer und ihre Entscheidung gegen die noch verbliebene Variante ernst genommen werden. „Es muss aber dringend eine Entlastung für die Bevölkerung geben, deshalb arbeitet die Asfinag auch an Alternativen zur Straße, die schon einmal gescheitert ist.“

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