Syrer (19) stach zu
Messerattacke auf Tourist am Holocaust-Mahnmal
Schock in Berlin! Am Freitagabend gegen 18 Uhr kam es am Holocaust-Mahnmal zu einem Messerangriff. Ein Mann (30) wurde schwer verletzt. Dem Täter (19) gelang zuerst die Flucht, wenig später konnte der Syrer, der in einer Geflüchtetenunterkunft in Leipzig lebte, festgenommen werden.
Bei dem Angriff in Berlin-Mitte ist das Opfer schwer, aber nicht lebensbedrohlich verletzt worden. Der 30-jährige Tourist aus Spanien sei nach einer Not-OP in einem stabilen Zustand, so eine Polizeisprecherin am späten Freitagabend.
Die Feuerwehr hatte den Mann notfallversorgt, bevor er in ein Krankenhaus kam.
Täter lief auf Einsatzkräfte zu
„Der Täter hat keine Tatwaffe hier hinterlassen“, verriet die Polizeisprecherin. Es könnte sich aber um einen „spitzen Gegenstand“ gehandelt haben. Der Spanier sei durch eine andere männliche Person im Stelenfeld des Denkmals schwer verletzt worden. Vor seiner Festnahme soll der Täter laut „Bild“ unbewaffnet auf Einsazkräfte, die den Tatort sicherten, zugelaufen sein.
Tatwaffe bisher nicht gefunden
Bei dem Täter soll es sich um einen 19-jährigen Syrer handeln, der in einer Flüchtlingsunterkunft in Leipzig lebte. Dort soll es bereits zu ersten polizeilichen Untersuchungen gekommen sein. Der Mann soll am Samstag einem Haftrichter vorgeführt werden. Die Tatwaffe wurde noch nicht gefunden.
Das Holocaust-Denkmal des Architekten Peter Eisenman war im Mai 2005 der Öffentlichkeit übergeben worden. Mit dem Stelenfeld und einem unterirdischen Informationsort wird in der Hauptstadt nahe dem Brandenburger Tor an die rund sechs Millionen ermordeter Juden unter der Herrschaft des Nationalsozialismus erinnert.
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