In 284 steirischen Kommunen wird am 23. März ein neuer Gemeinderat gewählt – in einer ist schon alles entschieden: In Wildalpen (Bezirk Liezen) tritt nur die SPÖ an. Vor fünf Jahren gab es einen ähnlichen Fall.
Wildalpen liegt zwischen Landl und Mariazell ganz im Norden der Steiermark, hat etwas mehr als 400 Einwohner, viel Wald – und versorgt über die Hochquellenwasserleitung die Bundeshauptstadt Wien mit Trinkwasser. Die Gemeinde ist eine Hochburg der SPÖ, auch bei der Nationalrats- und Landtagswahl im Herbst gingen die Roten als stärkste Kraft hervor.
So verwundert es nicht, dass bei der Gemeinderatswahl im März keine andere Partei in den Ring steigt. Vor fünf Jahren war noch die ÖVP am Stimmzettel zu finden, sie holte damals immerhin 23,8 Prozent und zwei von neun Gemeinderatssitzen. Selbst die FPÖ, die sonst beinahe flächendeckend im Bezirk Liezen antritt, hat auch diesmal keinen Kandidaten für Wildalpen.
Und dennoch erhält die Gemeinde einen neuen Bürgermeister. Da Amtsinhaberin Karin Gulas heuer nicht mehr als Spitzenkandidatin die Liste anführt, wie sie der „Krone“ erzählt, wird der bisherige Vizebürgermeister Stefan Ganser nachfolgen. Die Zustimmung von 100 Prozent ist ihm jetzt schon sicher.
100 Prozent für ÖVP in Lassing
Bei der Wahl vor fünf Jahren gab es einen ähnlichen Fall, auch im Bezirk Liezen: Damals trat in Lassing nur die ÖVP an und holte naturgemäß alle 15 Mandate. Dieses Mal hat die FPÖ aber wieder eine Liste eingereicht.
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