29.10.2005 14:54 |

Epische Schlachten

Kingdom Under Fire - Heroes

Epische Schlachten wie man sie nur aus "Herr der Ringe" kennt - so präsentiert sich "Kingdom Under Fire - Heroes". Der zweite Teil der Spiel-Reihe vereint wieder einmal gekonnt Strategie-Elemente mit actionreichen "Hack'n'Slay"-Sequenzen.

Das Gleichgewicht der Kräfte zwischen der Dunklen Legion und dem Bündnis der Menschen ist gestört. Dunkelelfen, Orks, Oger und Menschen bekriegen sich über Jahrhunderte hinweg. In "Kingdom Under Fire - Heroes" schlüpft der Spieler abermals in die Rolle eines Feldherren, um seine Truppen siegreich in die Schlacht zu führen.

Gleich im ersten Level geht es voll zur Sache: Nachdem die Orks vernichtet wurden, drohen angreifende Riesen-Skorpione die Arme zu erledigen. Ist die erste Gefahr gebannt, gilt es Dunkelelfen zu besiegen. Mitten im Gefecht brechen Gift und Galle speiende Lindwürmer über die Truppen hinein. Erst ein erfolgreicher Einsatz der Bogenschützen befreit den Luftraum von den Ungetümen. Bevor endlich Ruhe einzukehren scheint, kommt es zu einem Hinterhalt. Jetzt müssen die Bogenschützen schnell hinter die feindlichen Linien gelangen, um mit Brandpfeilen für Ordnung zu sorgen.

"Kingdom Under Fire - Heroes" bietet abermals eine gekonnte Mischung aus Strategie und "Hack'n'Slay". In der Draufsicht gilt es die einzelnen Truppen (Infanterie, Bogenschützen, Reiter etc.) taktisch klug über das Schlachtfeld zu dirigieren. Kommt es zum Kampf, wechselt die Perspektive direkt in die Schlacht. Mit diversen Kombos muss der Spieler jetzt seinen Weg durch zahlreiche Feinde schlagen. Hierbei ist es erstaunlich, wie viele einzelne Figuren die Xbox auf den Bildschirm zaubert. Angesichts der großen Scharen ist es jedoch nicht immer leicht, den eigenen Anführer im Getümmel ausfindig zu machen.

Von der Infanterie zum Paladin
Nach einer gewonnenen Schlacht können Anführer, Offiziere und Truppen mit neuen Waffen, Rüstungen oder Fähigkeiten ausgerüstet werden. Nach und nach können Truppen so von einer normalen Infanterie zu gerüsteten Paladinen heranwachsen. Im weiteren Spielverlauf stossen neben berittenen Einheiten auch Lufteinheiten hinzu. Zusätzlich können in Tavernen Sölnder angeworben werden und wichtige Informationen aufgeschnappt werden.

Grafik, Sound und Gameplay
Grafisch präsentiert sich "Kingdom Under Fire - Heroes" in Bestform. Trotz unzähliger Gegner läuft die Xbox flüssig und weist keine Ruckler auf. Besonders schön anzusehen ist der Regen, der über den Fernseher zu laufen scheint. Musikalisch vertraut man wieder auf harte Metal-Klänge. Dies mag zu Beginn befremdlich klingen, passt aber wunderbar zum Schlachtengetümmel. Die Steuerung der einzelnen Truppen gestaltet sich leichter als vorher befürchtet, dennoch ist gerade das Fixieren eines Ziels nicht immer leicht. Sehr ärgerlich ist, wenn so Bogenschützen nicht schnell genug den Befehlen Folge leisten und in die Infanterie des Gegners krachen.

Fazit: "Kingdom Under Fire - Heroes" beweist, dass die Begriffe Strategie und Konsole sich nicht ausschließen müssen. Puristen werden jedoch bemängeln, dass das Spiel durch die Kampfsequenzen zu actionreich gestaltet ist. Die Möglichkeit, seine Truppen nach und nach zu richtigen Kampf-Bestien auszubauen, sorgt für stundenlangen Spielspaß, die vielfältigen Landschaften und Truppen für die nötige Abwechslung. Verbesserungswürdig zeigen sich die künstliche Intelligenz der eigenen Truppen und die Steuerung.

Platform: Xbox
Publisher: Koch Media
Krone.at-Wertung: 89%

von Sebastian Räuchle 

Mittwoch, 23. Juni 2021
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