14.10.2005 16:32 |

Timing ist alles

Die beste Zeit zum Sporteln

Zeitig in der Früh zu laufen soll ein Hit sein. Frühaufsteher schwören darauf, bei Sonnenaufgang einsam ihre Runden zu ziehen. Doch manche können dieser Vorliebe rein gar nichts abgewinnen und sehen während des Laufens lieber der Sonne beim Untergehen zu. Das richtige Timing ist entscheidend – und individuell.

"Nur nach der Uhr und irgendwelchen Empfehlungen zu trainieren, macht wenig Sinn", sagt Sportmediziner Wildor Hollmann. Entscheidend ist die eigene Leistungsfähigkeit. Und die wird durch unseren individuellen Biorhythmus vorgegeben. 

Nicht nur Körpertemperatur, Hormonproduktion und viele andere Stoffwechselvorgänge sind der "inneren" Uhr unterworfen. Es gibt zwar einen grundsätzlichen Rhythmus, doch da nicht alle Menschen gleich sind, gibt es Abweichungen. 

Früh oder spät
Grundsätzlich erreicht der Organismus um drei Uhr nachts sein biologisches Tief, die Körperfunktionen werden herunterreguliert, um einen erholsamen Schlaf zu ermöglichen. Danach geht’s wieder aufwärts. So soll das nächste Hoch zwischen 6 und 8 Uhr früh sein. Für "Lerchen" kein Problem. Morgenmuffel müssen sich aber deshalb nicht aus dem Bett quälen. Sie sind da noch viel zu schlapp und schaffen gerade noch Waschen und Frühstücken. Bei diesen "Spät-Leistern sinkt der Blutzuckerspiegel bei körperlicher Belastung sehr schnell ab. Daher sollten sie lieber beim nächsten Hoch trainieren, das sich ab 17 Uhr ankündigt und bis in die Abendstunden anhält.
 

Egal, wie du gepolt bist: Frühaufsteher müssen bedenken, dass Bänder und Gelenke noch "nachtsteif" sind und auch die Lunge noch nicht in Topform ist. Besonders gutes Aufwärmen vor dem Sportprogramm ist hier gefragt, um nicht außer Atem zu kommen oder eine Verletzung zu riskieren.

 

Dienstag, 15. Juni 2021
Wetter Symbol