Störung der Nachtruhe

Warum kann ich nicht schlafen?

Gesund
23.03.2024 06:00

Tagesmüdigkeit, verminderte Konzentrationsfähigkeit, Gereiztheit, Depressivität, aber auch vermehrtes Schwitzen und Verdauungsstörungen können Symptome einer Schlafstörung sein. Was dahinter steckt, wenn man nicht ins Land der Träume findet. 

Etwa 10 Prozent der Bevölkerung hierzulande leiden unter chronischer Insomnie (wenn man mindestens dreimal pro Woche über einen Monat nicht ein- oder durchschlafen kann), 5 bis 10 Prozent unter Schlafapnoe (nächtliche Atemaussetzer) und etwa 5 Prozent unter dem sogenannten Restless-Legs-Syndrom.

Holen Sie sich Hilfe!
„Nur jeder Zweite mit krankhaften Schlafproblemen holt sich professionelle Hilfe, woraus sich ein dringender Bedarf nach besserem Screening und Aufklärung in der Bevölkerung ablesen lässt“, betont Dr. Stefan Seidel, Leiter der Ambulanz für Schlafstörungen, Univ.-Klinik für Neurologie, AKH Wien.

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Die Therapie der chronischen Schlafstörungen sollte in erster Linie mittels  Verhaltenstherapie erfolgen. Ob auch Medikamente eingesetzt werden, muss mit dem Arzt abgeklärt werden.

(Bild: feel image - FotografieFotos: Felicitas Matern)

Dr. Stefan Seidel

Atemaussetzer beim Schnarchen
„Störungen der Atmung, die ausschließlich oder vor allem im Schlaf auftreten, beeinträchtigen die Nachtruhe und die Erholungsfunktion enorm. Bei Schnarchen ohne weitere Symptomen ist eine chirurgische Therapie aus medizinischen Gesichtspunkten meistens nicht notwendig“, erklärt OA Dr. Maximilian Hartl, Abteilung für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Ordensklinikum Linz.

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Bei der obstruktiven Schlafapnoe (nächtliche Atemaussetzer) ist eine Atemmaske die Therapie der Wahl. Wird diese nicht vertragen, kann ein Zungenschrittmacher unter gewissen Voraussetzungen helfen.

(Bild: Ordensklinikum Linz/Werner Harrer)

OA Dr. Maximilian Hartl

Wenn die Beine häufig zappeln
Beim Restless-Legs-Syndrom kommt es zu Bewegungsdrang vor allem in den unteren Extremitäten (gepaart mit Missempfindungen) in der zweiten Tageshälfte, die sich in Ruhe noch verstärken. Typischerweise tritt durch Aufstehen und Gehen eine vorübergehende Besserung auf. Während des Schlafes kommen häufig periodische Beinbewegungen vor, die durchaus von den Betroffenen unbemerkt bleiben können, aber den Bettpartner stören oder sogar verletzen können.

Mangel an Eisen und B12 verstärkt Symptome
Wenn man unter dem Restless-Legs-Syndrom leidet, sollte zuallererst eruiert werden, ob ein Eisenmangel besteht. Darüber hinaus wird die Bestimmung von Kreatinin, Schilddrüsenwerten, Vitamin B12 und Folsäure empfohlen, da Nierenschwäche, Schilddrüsenunterfunktion sowie Vitamin-B12- bzw. Folsäuremängel RLS-Symptome verstärken können. Die Therapie erfolgt vor allem mit Medikamenten.

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