04.07.2013 13:08 |

Anwälte streiken

I: Prozess gegen Schettino muss vertagt werden

Der für Dienstag geplante Beginn der Hauptverhandlung gegen den Kapitän der im Jänner 2012 havarierten "Costa Concordia", Francesco Schettino, in der toskanischen Stadt Grosseto muss vertagt werden. Der Grund ist ein Streik der Rechtsanwälte gegen eine Justizreform der Regierung Letta. Die Verhandlung wird wohl erst eine Woche später, am 17. Juli, beginnen.

Wegen des Streiks der Anwälte wird es auch zu einer Verschiebung einer weiteren Verhandlung kommen, die ursprünglich für Montag angesetzt war. Untersuchungsrichter Pietro Molino muss befinden, ob fünf weitere Beschuldigte - zwei Offiziere, der Steuermann, der "Costa"-Krisendirektor und der Hotelmanager des Schiffes - ohne Hauptverfahren verurteilt werden können.

Unglück forderte 32 Menschenleben
Das "Costa Concordia"-Unglück am 13. Jänner 2012 forderte 32 Menschenleben. An Bord befanden sich damals auch 77 Österreicher. Kapitän Schettino muss sich vor Gericht für die Havarie des Schiffes verantworten. Ihm werden unter anderem fahrlässige Tötung und Körperverletzung, Havarie und das Verlassen des Schiffes während der Evakuierung vorgeworfen.

Gegen die Kreuzfahrtgesellschaft Costa Crociere, Betreiberin der "Costa Concordia", wird es kein Hauptverfahren geben. Sie hatte sich bereits im April mit dem Gericht auf einen Vergleich geeinigt. Das Unternehmen zahlt eine Million Euro für das Fehlverhalten seiner Mitarbeiter. Die Reederei will als Nebenklägerin Schadensersatz für den Verlust des Schiffes fordern.

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