250 Mann mehr
UNO verlängert Golan-Mission und verstärkt Mandat
UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte - nicht zuletzt angesichts des Bürgerkriegs in Syrien - die Aufstockung erbeten. Woher die zusätzlichen Soldaten für die Mission kommen sollen, ist allerdings noch nicht klar.
Zuletzt hatten die Blauhelme ihre Nachtpatrouillen eingestellt und sich auf Beobachtungsposten zurückgezogen. Immer wieder hatte es Beschuss von syrischer Seite gegeben, bei einem Vorfall wurden indische Soldaten verletzt. Unmittelbar danach kündigten Bundeskanzler Werner Faymann und Außenminister Michael Spindelegger den Abzug der österreichischen Truppe vom Golan an (siehe Infobox). Soldaten von den Fidschi-Inseln sollen sie ersetzen.
Verteidigungsministerium: "Keine Auswirkungen"
Das Verteidigungsministerium in Wien sieht durch die Änderung des Mandates "keine Auswirkungen auf die Situation vor Ort". Die Möglichkeit zum Einsatz von gepanzerten Fahrzeugen und Maschinengewehren "ist aus unserer Sicht nichts Neues", sagte Sprecher Andreas Strobl am Donnerstagabend. Der Abzug des Bundesheeres werde fortgesetzt.
Die Entscheidung in New York habe die Analyse des Ministeriums bestätigt, dass es ein Auseinanderklaffen zwischen dem Mandat und der Situation an Ort und Stelle gebe. Die Philippinen hätten den Einsatz von Luft- und Panzerabwehr gefordert. "Das wäre Ausrüstung neuer Qualität gewesen", so Strobl.
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