Aufgrund eines technischen Defekts durch die andauernde Kälte sind Sonntagnachmittag in Pöllau (Bezirk Hartberg) rund 50.000 Liter Gülle ausgeronnen. Über ein paar Umwege gelangten die Fäkalien auch in den Prätisbach. Die Umweltfolgen sind bisher nicht absehbar.
Ein Nachbar alarmierte am Sonntagvormittag einen Landwirt (51) über das Auslaufen der dickflüssigen Gülle am Areal des Betriebs. Der Oststeirer versuchte daraufhin den offensichtlich defekten Gülleseparator, welcher die Feststoffe aus der Jauche separiert, zu stoppen. Dies gelang ihm nach rund einer halben Stunde.
Die Feuerwehr errichtete umgehend Sperren
In der Zwischenzeit waren bereits rund 50 Kubikmeter Gülle ausgelaufen. Während ein Teil davon im betonierten Lagerplatz aufgefangen wurde, lief der andere Teil über eine abschüssige Wiese, ein Waldstück und ein Kanalrohr in den Prätisbach. Alarmierte Einsatzkräfte der Feuerwehr Pöllau errichteten Sperren und ein Rückhaltebecken. Auch der Umweltdienst der Bezirkshauptmannschaft Hartberg-Fürstenfeld wurde alarmiert.
Sachverständige veranlassten in der Folge die Entnahme von Wasserproben. Für die Reinigungsarbeiten standen 29 Einsatzkräfte der Feuerwehr Pöllau im Einsatz. Verletzt wurde niemand.
Ermittlungen dauern noch an
Inwieweit der Tier- oder Pflanzenbestand dabei geschädigt wurde, steht bislang nicht fest. Ein für Umweltdelikte speziell ausgebildeter Polizist nahm die Ermittlungen auf. Demnach dürfte wohl die andauernde und gefrierende Kälte zu dem Defekt des Gülleseparators geführt haben. Die Ermittlungen dauern aber noch an.
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