Auf der Todesanzeige des kurz vor Weihnachten verstorbenen ehemaligen FPÖ-Landesrats Hans Jörg Schimanek soll ein SS-Symbol (siehe Bild oben) abgedruckt gewesen sein. Zudem sei darauf ein in rechtsextremen Kreisen verbreitetes Zitat zu finden, heißt es.
Wie das „profil“ am Dienstag berichtete, waren neben dem sogenannten Irminsul, einem frühmittelalterlichen Heiligtum, das auch als Symbol des „SS-Ahnenerbes“ galt, die Worte „... und ewig lebt der Toten Tatenruhm“, abgedruckt.
Laut des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstands (DÖW) stammt der Spruch aus der „Edda“, vermutlich aus dem 13. Jahrhundert, wo Erzählungen von germanischen Göttern und Helden zu finden sind.
Nationalsozialisten haben die Lieder und Prosa häufig für sich vereinnahmt. Der Spruch diente dazu, gefallene Soldaten als Helden darzustellen und die Kriege des NS-Regimes zu rechtfertigen.
„Gegensymbol zum christlichen Kreuz“
Dahinter sei eine Irminsul, ein „Gegensymbol zum christlichen Kreuz“ zu finden gewesen, schreibt das „profil“. Die Irminsul galt auch als Symbol der SS-Forschungseinrichtung „Deutsches Ahnenerbe“, auch „SS-Ahnenerbe“ genannt. Die Einrichtung war maßgeblich am Kunstraub der Nationalsozialisten beteiligt oder führte brutale Menschenversuche in Konzentrationslagern durch.
Erster blauer Landesrat in Niederösterreich
Schimanek war von 1993 bis 1999 der erste FPÖ-Landesrat in Niederösterreich, bis 2000 Abgeordneter im Landtag und von 1998 bis 2000 auch Landesparteiobmann der FPÖ Niederösterreich. 2005 wurde er von der Partei ausgeschlossen.
Kandidierte bei Nationalratswahl 2024 für FPÖ
Schimanek war zu diesem Zeitpunkt als Bezirksobmann für den Bezirk Krems-Land tätig. Danach trat er dem BZÖ bei. Bei der Nationalratswahl im September 2024 kandidierte der frühere ORF-Journalist auf Platz 70 wieder für die FPÖ.
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