Von eigener Familie

Geistig Behinderter in China elf Jahre in Käfig gehalten

Ausland
27.05.2013 16:32
Ein geistig behinderter Mann ist laut einem chinesischen Zeitungsbericht von seiner Familie elf Jahre in einem Käfig gehalten worden. Das Blatt "Information Daily" veröffentlichte am Montag auf seiner Internetseite die Fotos des angeketteten 42-Jährigen in dem Gehege. Bei dem Mann soll demnach im Alter von 15 Jahren Schizophrenie diagnostiziert worden sein, seither neigte er zu Gewaltausbrüchen, die sogar ein Todesopfer forderten.

Im Jahr 2001 hatte der Mann nach Angaben des Blattes einen 13-jährigen Teenager zu Tode geprügelt und war deswegen ins Gefängnis gekommen. Wegen Unzurechnungsfähigkeit wurde er allerdings ein Jahr später auf Anordnung der Justizbehörden freigelassen. Zuhause wurde er dann gefesselt, schaffte es aber zu fliehen und versetzte die Leute seines Heimatdorfes Shangfan laut dem Zeitungsbericht in Angst und Schrecken.

Daraufhin baute seine Mutter den Käfig, der nach einer neuerlichen Flucht eine noch stabilere Konstruktion und Ketten erhielt. Die Familie versuchte sich dem Blatt zufolge um den Mann zu kümmern und gab ihm drei Mal täglich zu essen. Die Versorgung geistig behinderter Menschen in China ist häufig mangelhaft - insbesondere auf dem Land.

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