Das Aus für das Projekt Marchfeldschnellstraße im Weinviertel wird nicht kampflos hingenommen. Das Land will jetzt die Höchstgerichte einschalten.
Der Weihnachtsfrieden lässt hierzulande verkehrstechnisch noch auf sich warten. Denn eine Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts sorgt für reichlich Unmut: Am 12. Dezember wurde ebendort beschlossen, die Genehmigung der Marchfeldschnellstraße (S 8) im Weinviertel aufzuheben – die „Krone“ berichtete.
Seitens des Landes wird nun mit aller Kraft dagegen vorgegangen. Am Dienstag verkündeten Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Verkehrslandesrat Udo Landbauer, Rechtsmittel gegen die gerichtlichen Entscheidung einzulegen. Mit dem erklärten Ziel, den Genehmigungszustand der S 8 wiederherzustellen. Das Projekt sei durch die Behörde vollinhaltlich bewillligt worden. Mit dem Gang zu den Höchstgerichten sollen alle Rechtsmittel ausgeschöpft werden.
„Täglich stauen sich bis zu 35.000 Fahrzeuge durch die Orte im Marchfeld“, betont Mikl-Leitner. Die S 8 würde mehr Lebensqualität, Verkehrssicherheit und wirtschaftliche Entwicklung bringen. „Es kann nicht sein, dass derart über die Schutz- und Sicherheitsinteressen der Bürger drübergefahren wird“, hält Landbauer fest.
Mehr Pendler und Durchzugsverkehr
Auch der regionale FPÖ-Abgeordneter Dieter Dorner kämpft für eine Umsetzung: „Ohne S 8 droht massiver Schaden. Die Betriebe des Marchfeldes verlieren an Konkurrenzfähigkeit, Betriebsgebiete können nicht gewidmet werden“, so Dorner.
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