„Betonharte“ Ansage des Bundeskanzlers: Nehammer kündigt den raschen Bau von S34 und S8 nach der Nationalratswahl an.
„Nahe St. Pölten sollen nach Wunsch von Karl Nehammer mit der Schnellstraße S34 über 100 Hektar Grünland versiegelt werden. Das ist eine Fläche von rund 150 Fußballfeldern. Das neun Kilometer lange, vierspurige Betonband würde Wälder, Äcker und Naherholungsgebiete zerschneiden, die Lärmbelastung erhöhen und die Existenz von 40 Bauern bedrohen“, ist Greenpeace-Chef Alexander Egit bestürzt.
Anrainer der B20 hingegen nehmen die Ankündigung des Kanzlers positiv auf. „Ich glaube, es ist wichtig, dass Straßen gebaut werden, weil Infrastruktur wichtig für den ländlichen Raum wichtig ist“, begründet Nehammer sein grünes Licht für die heftig umkämpfte Traisental-Schnellstraße. Diese sei im Gesetz festgeschrieben, das Straßenbauprojekt sei daher umzusetzen.
Er stellt sich damit diametral gegen Ökoministerin Leonore Gewessler, welche die Asphalttrupps bekanntlich noch vor dem ersten Spatenstich gestoppt hat.
Umsetzung der S8
Doch Nehammer bleibt auch bei der Marchfeld Schnellstraße (S8), die zweifellos ebenso eine massive Entlastung der Anrainer bringen würde, betonhart auf Asphaltlinie: Im Fall einer neuerlichen Regierungsbeteiligung der Volkspartei werde diese zügig umgesetzt.
Während es Proteste der Umweltgruppe „Virus“ gibt, reagiert FPÖ-Verkehrslandesrat Udo Landbauer mit Häme: „Die Entlastung scheitert doch seit Jahren an der schwarz-grünen Regierung.“
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