Im italienischen Mailand müssen Raucherinnen und Raucher künftig mindestens zehn Meter Abstand zu anderen Personen halten – im Freien und ab dem 1. Jänner 2025. Wer sich nicht daran hält, riskiert eine Geldstrafe von 40 bis 240 Euro.
Bereits vor drei Jahren wurden Zigaretten in der lombardischen Finanzmetropole an Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel, in Parks und Sportanlagen verboten. Die Maßnahmen sind Teil des sogenannten Klimaplans, der darauf abzielt, die CO₂-Emissionen bis 2050 um die Hälfte zu reduzieren.
Per Gesetz ist das Rauchen in Italien seit 2003 in allen öffentlichen Gebäuden, Büros, Bars, Restaurants, Diskotheken und Hotels verboten, falls es keine völlig getrennten Zimmer und ein funktionierendes Belüftungssystem gibt. Bis 2005 lief noch eine Übergangsfrist.
Kinder und Schwangere erhöhen Strafe
Wer in öffentlichen Bereichen trotzdem zur Zigarette greift, muss mit Geldstrafen von mindestens 27 Euro rechnen. Falls vor Kindern oder Schwangeren geraucht wird, drohen gar bis zu 600 Euro Strafe.
Keine gemeinsame EU-Position
Die Europäische Union (EU) plante heuer, eine Empfehlung an alle Mitgliedsstaaten ausgegeben, Rauchverbotszonen unter freiem Himmel einzuführen. Solche Zonen sollen demnach etwa Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel, Freizeitparks, Freibäder und die Plätze vor öffentlichen Gebäuden sein. Argumentiert wird mit der hohen Zahl der Tabaktoten, einschließlich der Passivraucherinnen und Passivraucher.
Im November konnte sich das Europaparlament aber nicht auf eine gemeinsame Position einigen. Eine Empfehlung wäre ohnehin nicht bindend gewesen.
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