109 Jobs weg

Platinen-Hersteller AT&S schließt Werk in Klagenfurt

Wirtschaft
21.05.2013 16:27
Der börsennotierte Leiterplattenhersteller AT&S schließt sein Werk in Klagenfurt mit Jahresende. Der Standort könne aus betriebswirtschaftlichen Gründen nicht mehr fortgeführt werden, teilte Vorstandschef Andreas Gerstenmayer am Dienstag mit. Für die betroffenen 109 Mitarbeiter werde ein Sozialplan angestrebt. "Nachdem einer der potenziellen Interessenten abgesagt hat, mussten wir feststellen, dass wir keine Alternative haben, um diesen Standort weiterführen zu können", so Gerstenmayer.

Laut der veröffentlichten Bilanz der AT&S Klagenfurt Leiterplatten GmbH sank der Umsatz von 2011 auf 2012 von 16,3 auf 13,5 Millionen Euro. Der Bilanzverlust stieg von 300.000 auf 1,45 Millionen Euro.

Das in Kärnten hergestellte Produkt, einseitige Leiterplatten, sei die einfachste Technologie im Leiterplattenmarkt, die Produktion sei daher in den vergangenen zehn Jahren immer stärker nach Asien verlagert worden, sagte Gerstenmayer. Nur mehr fünf Prozent würden derzeit in Europa gefertigt.

"Sinnvoller Sozialplan" als Ziel
AT&S habe die Schließung des Werks am Dienstag der Kärntner Landesregierung angekündigt, erklärte Gerstenmayer. Mit dieser, dem AMS, der Arbeiterkammer und dem Betriebsrat wolle das Unternehmen Gespräche führen, um einen "sinnvollen Sozialplan" zu erarbeiten.

AT&S mit dem Stammwerk in Leoben-Hinterberg hat in den letzten Jahren stark in China investiert. Die Firma steht zu 21,51 Prozent im Besitz der Privatstiftung des Unternehmers und Ex-Finanzministers Hannes Androsch, 17,74 Prozent hält die Dörflinger-Privatstiftung.

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