Im Alter von 86 Jahre ist der ehemalige Finanzminister und Industrielle Hannes Androsch verstorben. Der gebürtige Wiener hinterließ aber auch in Oberösterreich tiefe Spuren und war gern gesehen. Als „Salzbaron“ war er vor allem im Salzkammergut allgegenwärtig.
„Hannes Androsch war ein großer Freund und Förderer des Landes Oberösterreich. Mit seinem Tod verliert Österreich einen großen Denker und eine der herausragenden Politik-Persönlichkeiten der Zweiten Republik“, mit diesen Worten trauert Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) um Hannes Androsch. Der ehemalige Finanzminister war nach seiner Zeit als Politiker auch in Oberösterreich sehr aktiv.
Kauf der Salinen
Vor allem mit dem Salzkammergut war Androsch eng verbunden. Ab 1997 war er Miteigentümer der Salinen Beteiligungs GmbH und Vorsitzender des Aufsichtsrates der Salinen Austria AG. Er hatte gemeinsam mit dem damaligen RLB-OÖ-Chef Ludwig Scharinger die Salinen dem Staat abgekauft, hielt 43 Prozent des Unternehmens. Kein Wunder, dass Hannes Androsch vor allem im Salzkammergut den Spitznamen „Salzbaron“ verliehen bekam. Ob in Bad Ischl oder Ebensee, Hannes Androsch trat immer wieder in der Öffentlichkeit auf und sparte auch nicht mit Kritik und mahnenden Worten bis ins hohe Alter.
Bis zuletzt aktiv
Im gerade abgelaufenen Kulturhauptstadtjahr in Bad Ischl war Androsch ebenfalls aktiv, zog sich aber nach einem Konflikt mit der künstlerischen Leitung aus dem Kulturhauptstadt-Komitee zurück.
„Hannes Androsch stand für eine Sozialdemokratie, die Sozialpolitik stets mit kluger Wirtschafts- und Industriepolitik verknüpft hat. Diese Verbindung hat Österreichs Weg zu Wohlstand und Sicherheit nachhaltig geprägt“, betont der geschäftsführende Vorsitzende der SPÖ Oberösterreich Alois Stöger.
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