In die Tiefe gestürzt
Ballon-Unglück in der Türkei: Drei Touristinnen tot
Das Drama nahm über den berühmten Felsformationen von Kappadokien, wo häufig Dutzende Ballons unterwegs sind, seinen Lauf (siehe Video in der Infobox). Der Fernsehsender NTV berichtete, die Kollision habe sich in einer Höhe von rund 300 Metern ereignet. Der Unglücks-Ballon sei mit dem Korb eines über ihm fahrenden Ballons zusammengestoßen, sagte Gouverneur Abdurrahman Savas laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Anadolu. "Der niedriger fahrende Ballon wurde beschädigt und stürzte schnell ab", so Savas unter Berufung auf Augenzeugen.
Drei Brasilianerinnen tot
Zahlreiche Rettungsmannschaften wurden zum Unglücksort nahe der Ortschaft Ürgüp in der Provinz Nevsehir geschickt. Eine Brasilianerin war sofort tot, eine zweite erlag kurze Zeit später im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen und die dritte Frau verstarb Dienstag früh. Die Todesopfer waren 71, 65 und 76 Jahre alt. Die meisten der 22 Verletzten erlitten Knochenbrüche.
Laut NTV war der Ballon am frühen Morgen in Göreme gestartet. Nach Angaben des Unternehmens hatte der Pilot alle Sicherheitsvorkehrungen beachtet. Die türkische Luftfahrtbehörde ordnete eine Untersuchung an.
Ballonfahren boomt in der Türkei
Das Ballonfahren boomt vor allem in der zentralanatolischen Region Kappadokien. In den vergangenen zehn Jahren stieg die Zahl der Unternehmen von sechs auf 20, die der Ballons von 31 auf 140. Vor vier Jahren war in der Region bei einem Zusammenstoß zweier Ballons ein Brite ums Leben gekommen. Zuletzt waren in Ägypten beim Absturz eines Heißluftballons im Februar 19 Menschen ums Leben gekommen - der Ballon war in Luxor in der Luft explodiert (Video in der Infobox).







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