Wer hat geschrien?
Athen: Wirbel um “Heil-Hitler”- Rufe im Parlament
Die Nachrichtenagentur ANA meldete, gerufen habe ein Parteikollege Iliopoulos', Christos Pappas - was die Partei dementierte. Pappas hatte vor wenigen Tagen im Parlament erklärt, er habe in einem von ihm vor einigen Jahren verfassten Text Adolf Hitler als "Visionär" gepriesen.
Linke Parlamentarier als "Ziegenherde" beschimpft
Iliopoulos wiederum hatte vor seinem Ausschluss über den Vorsitzenden der Linksallianz Syriza, Alexis Tsipras, gesagt, dieser schlafe den "Schlaf des Gerechten" und träume davon, Regierungschef zu werden. Der Vizepräsident des Parlaments, Ioannis Dragassakis von Syriza, der die Sitzung am Freitag leitete, forderte Iliopoulos auf, sich würdig zu verhalten, andernfalls müsse er die in solchen Fällen erforderlichen "Maßnahmen" ergreifen. Daraufhin bezeichnete Iliopoulos Syriza als "Bande" und "Nieten" und beschimpfte die Abgeordneten, die dem Sitzungspräsidenten applaudierten, als "Ziegenherde". Danach zog die gesamte Chryssi-Avgi-Fraktion aus dem Saal ab. Während des anschließenden Tumults ertönten die "Hitler"-Rufe.
Mitglieder der Rechtsextremen vermuten eine hinterhältige Aktion der Linksallianz hinter den Rufen, um die Goldene Morgenröte als Neonazi-Partei darzustellen.
Goldene Morgenröte tritt für "Säuberung Griechenlands" ein
Bei der Parlamentswahl im Juni 2012 hatte die Chryssi Avgi fast sieben Prozent der Stimmen und 18 Parlamentssitze gewonnen. Im Oktober hatte das Parlament die Immunität von Iliopoulos und seinem Fraktionskollegen Giorgos Germenis aufgehoben. Die beiden Abgeordneten sind der Zerstörung von Eigentum angeklagt, nachdem sie auf einem Markt bei Athen Stände von Einwanderern umwarfen. Die rassistische und antisemitische Partei tritt unter anderem für die "Säuberung Griechenlands von illegalen Migranten" ein.







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