Das Drama im Waldviertel hat gezeigt, wie wichtig das Wissen rund um Flugzeuge für Florianis sein kann – auch dann, wenn im Einsatzgebiet gar kein Landeplatz liegt. Daher standen Theorie und Praxis am Übungsplan.
„Wir hoffen, das erworbene Wissen nie anwenden zu müssen“, sind sich die Kameraden des Abschnitts Baden-Land sicher. Dennoch hat der tragische Flugzeugabsturz im Waldviertel, der einem erfahrenen Piloten (83) am Wochenende das Leben gekostet hat, gezeigt, dass schnell auch Feuerwehren gefordert sein können, in deren Einsatzgebiet eigentlich gar kein Flugplatz liegt.
Daher ging es für die Florianis des Abschnitts südlich von Wien zu einer Schulung zum Flugplatz Vöslau in Kottingbrunn, wo sie von Roland Pachtner, dem Leiter der Betriebsfeuerwehr des Flughafen Schwechat, und seinem Kollegen Daniel Wirth ausführliche Informationen zu den Gefahren nach einem Absturz und der richtigen Vorgehensweise bei der Absicherung und Bergung informiert wurden. Nach dem theoretischen Teil wurde das Gelernte an Hubschraubern und Kleinflugzeugen veranschaulicht und weiter vertieft.
Welche Gefahren bei der Sicherung der Unfallstelle lauern, hat der Absturz des 83-Jährigen ebenfalls verdeutlicht. Weil nicht klar war, ob das von einer Treibladung gezündete Fallschirm-Rettungssystem ausgelöst hatte, mussten zunächst Experten des Entminungsdienstes anrücken. „Jede kleine Erschütterung hätte zur Explosion führen können“, hieß es.
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