„Es ist nicht fair, Pierer jetzt durchs Dorf zu jagen“, hatte Florian Beckermann vom Interessenverband für Anleger im Interview mit der „Krone“ gemeint und war damit dem nach der Insolvenz jetzt viel gescholtenen KTM-Chef zur Seite gesprungen. Auch auf krone.at lässt der Unternehmer die Wogen hochgehen.
Schulden in Milliardenhöhe, allein bei Banken und Finanzinstituten Passiva in Höhe von 1,3 Milliarden Euro, rund 130.000 Motorräder auf Lager – die Zahlen, die durch die Insolvenzeröffnung bei drei Gesellschaften von KTM bekannt wurden, werfen ein schlechtes Licht auf das Management der Mattighofener, das offenbar gravierende Fehler gemacht hat.
Im Fokus: Eigentümer Stefan Pierer. Der Unternehmer spaltet die Menschen – die einen schätzen ihn für seine markigen Ansagen und auch die Entwicklung des Motorradherstellers, den er 1991 aus der Insolvenz heraus übernommen hat. Andere sehen bei seinem Namen rot.
„Hochmut kommt vor dem Fall“
Auch auf krone.at gehen die Wogen hoch. „Ich würde Pierers Situation so beschreiben: Hochmut kommt vor dem Fall“, schreibt dort ein Leser. Ein anderer fordert: „Der Pierer soll mit seinem ganzen Privatvermögen und allen Stiftungen haften. Dann hat er wieder meine Achtung.“
Florian Beckermann vom Interessenverband für Anleger hatte ja im Interview mit der „Krone“ angemerkt, dass es „nicht fair ist, Pierer jetzt durchs Dorf zu treiben“. Das sehen auch manche „Krone“-Leser ähnlich: „Das Pierer-Bashing nervt. Rundherum gehen Firmen in Insolvenz. Vielleicht mal nachdenken, wo die wirkliche Ursache liegt.“
Dazu kommt aber auch Gegenwind: „Den kann man schon kritisieren. So lange es gut gelaufen ist, hat er immer eine große Klappe gehabt und gefordert und gefordert.“
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