„Trennung“ von Sandoz

Auftragsbücher voll: „Novartis ist größer denn je“

Tirol
05.12.2024 10:00

Der Geschäftsführer von Novartis in Tirol erklärt den Grund für die „Trennung“ von Sandoz, verrät den Umsatz für heuer, spricht über Investitionen und freut sich über „volle Auftragsbücher“. Auch beim Thema Fachkräftemangel kann der Chef nicht klagen.

Getrennte Wege gehen die Firmen Novartis und Sandoz, die auf die Herstellung und den Vertrieb von Arzneimittel spezialisiert sind, seit einiger Zeit. Freilich wird trotzdem noch hie und da zusammengearbeitet. So richtig angekommen ist die „Trennung“, die für beide von Vorteil war, in der Bevölkerung noch nicht.

Auch deswegen stattete Roland Gander der „Krone“ einen Besuch ab. Er ist einerseits der globale Leiter im Bereich Biologika an den neun Standorten von den USA bis Singapur. Zwei davon befinden sich in Kundl und Schaftenau. Dort ist Gander andererseits seit 1. Jänner auch der Geschäftsführer.

Novartis-Geschäftsführer Roland Gander im „Krone“-Gespräch.
Novartis-Geschäftsführer Roland Gander im „Krone“-Gespräch.(Bild: Christof Birbaumer)

Für heuer Umsatz von 1,2 Milliarden Dollar erwartet
„Wir bei Novartis sind vor allem auf die Forschung und Entwicklung fokussiert“, klärt der Geschäftsführer auf, „auch klinische Studien fallen darunter.“ 3300 Mitarbeiter gibt es alleine in Kundl und Schaftenau. „Während es in anderen Bereichen der Industrie düster aussieht, sind unsere Auftragsbücher die nächsten Jahre voll“, freut sich Gander.

Er erwartet heuer einen Umsatz von 1,2 Milliarden Dollar, „für 2025 rechnen wir mit einem weiteren linearen Wachstum von zehn bis 15 Prozent. Novartis ist größer denn je“.

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Wir gehen in Schulen, Fachhochschulen und Unis und machen frühzeitig auf uns aufmerksam.

Roland Gander

Jährlich werden 200 Millionen Dollar investiert
Eine weitere imposante Zahl, die er mit im Gepäck hat: „Wir investieren in Tirol jährlich rund 200 Millionen Dollar.“ Die kommenden Jahre gehe es einerseits um Produktionserweiterungen – erst heuer wurde eine neue Anlage in Betrieb genommen, 2025 folgt die zweite – und andererseits um die Nachhaltigkeit. Diesbezüglich sei schon die vergangenen Jahre viel geschehen. „Bis zum Jahr 2040 wollen wir komplett CO₂-neutral sein“, verrät Gander.

Über einen Mitarbeitermangel kann er übrigens nicht klagen. „Wir gehen in Schulen, Fachhochschulen und Unis und machen frühzeitig auf uns aufmerksam.“

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