Obwohl nicht getauft, sollte die behinderte Tochter einer Kremserin ihren Finanzbeitrag zur Evangelischen Kirche berappen. Die Frau ist empört. Vor allem, weil die Mahnschreiben offenbar auch in Zukunft kommen könnten.
Wirbel gibt es in der evangelischen Pfarrgemeinde Krems. Patricia Link wandte sich an die „Krone“, weil ihrer behinderten und nicht getauften Tochter bereits die dritte Zahlungsaufforderung der Pfarre für den üblichen Obolus der Mitglieder übermittelt wurde. „Ich habe bereits vor Monaten mit dem Pfarrer gesprochen. Nach meiner Erklärung versicherte er mir, dass die Angelegenheit damit bereinigt sei“, schildert die Mutter nun den Erhalt eines Mahnschreibens, das auch „Pflichten“ einforderte.
Mutter fühlt sich schikaniert
Neuerlich griff Link zum Hörer. „In der Pfarrkanzlei meinte man, man könne meine Tochter nicht aus dem System nehmen. Also bitte, was soll das?“, meint die Frau aus Krems wütend und fühlt sich schikaniert.
Pfarrer entschuldigt sich
Auf „Krone“-Nachfrage gibt sich Pfarrer Hans-Jörg Kreil bestürzt, dass dies nicht erledigt wurde, und entschuldigt sich. „Die einzige Erklärung für mich ist, dass ich damals vergessen habe, es unserer Sekretärin zu melden, oder ich ein Mail nicht abgeschickt habe“, drückt Kreil sein Bedauern aus. Das mit der Löschung dürfte Link falsch verstanden haben, denn es ging nicht um die Zahlung, sondern um den Gesamtakt im System, den nur die Zentrale in Wien löschen kann.
Irrtum bei Umzug neuerlich möglich
Auch das hat Kreil aber nun veranlasst, gibt aber zu bedenken: „2003 hat anscheinend ein Elternteil beim Meldeamt angegeben, dass die Tochter evangelisch ist. Wenn jetzt der Wohnort gewechselt wird, könnte es sein, dass das Amt das bei uns wieder neuerlich einmeldet!“
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