Nach Verdi-Informationen liegen die nun erzielten Steigerungen zwischen 3,0 bei der Lufthansa AG und 4,7 Prozent bei den Töchtern Technik, Cargo und Systems mit einer Laufzeit von 26 Monaten. Verdi hatte ursprünglich eine Steigerung von 5,2 Prozent auf zwölf Monate verlangt. Die Steigerungen erfolgen in zwei Stufen.
Verdi: "Ergebnis dank Widerstand der Beschäftigten"
Das Verhandlungsergebnis sei dem Widerstand der Beschäftigten und ihren eindrucksvollen Streiks zu verdanken, erklärte Verdi-Verhandlungsführerin Christine Behle. Es seien Arbeitszeitverlängerungen und Kürzungen des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes abgewehrt worden.
Für alle Beschäftigten der Lufthansa sei zudem der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen für die Dauer des Tarifvertrages vereinbart worden. Bei Überleitung in andere Gesellschaften sind die Beschäftigten demnach bis Oktober 2020 vor Entlassungen geschützt.
Dass die Gehälter bei der Lufthansa AG weniger stark steigen sollen als in anderen Geschäftsbereichen, würde die derzeit schwierige Lage des Lufthansa-Passagiergeschäfts reflektieren, erklärte die Fluggesellschaft. Das nun erzielte Ergebnis steht laut Gewerkschaft allerdings unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Verdi-Tarifkommission und einer Mitgliederbefragung bis zum 14. Mai.
Mega-Streik legte Lufthansa-Flugverkehr lahm
Vor einer Woche war wegen des Warnstreiks fast das gesamte Lufthansa-Flugprogramm von rund 1.700 Flügen ausgefallen (siehe Infobox), rund 150.000 Passagiere kamen nicht an ihr Ziel. Die Lufthansa hat sich einen harten Sparkurs verordnet, dem weltweit 3.500 Jobs zum Opfer fallen. Mit der Rosskur will der DAX-Konzern sein operatives Ergebnis bis 2015 auf 2,3 Milliarden Euro erhöhen.
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