Eine 86-Jährige aus Wilhelmsburg im Bezirk St. Pölten trauert um ihren Liebling. Pudel „Niki“ wurde von einem Pitbull aus der Nachbarschaft angefallen und tödlich verletzt. Es ist bereits ihr zweiter Vierbeiner, der infolge einer Hundeattacke verstirbt.
„Sie ist am Boden zerstört. Er war ihr Ein und Alles“, schildert die Tochter jener 86-Jährigen aus Wilhelmsburg im Bezirk St. Pölten, deren Hund am Montag von einem Pitbull getötet wurde. Für die Pensionistin ein enormer Verlust: „Niki“ hatte ihr die Einsamkeit nach dem großen Verlust ihres Mannes genommen.
Ein Biss reichte...
Die Frau war in der Früh wie jeden Tag mit „Niki“ unterwegs gewesen, um die Zeitung zu holen. Doch plötzlich gelang es dem benachbarten Pitbull, aus dem eingezäunten Garten hinauszulaufen. Er stürmte sofort auf den angeleinten Pudel los. Ein Biss reichte, der vier Kilo leichte „Niki“ hatte keine Chance. „Durch die panischen Schreie meiner Mutter wurden die Besitzer des Listenhundes auf den Vorfall aufmerksam und pfiffen ihren Vierbeiner zurück“, sagt die Tochter.
Besonders tragisch: Bereits vor fünf Jahren hatte die 86-Jährige einen Hund verloren. Damals hatte ein Schäferhund zugebissen, sie selbst erlitt schwere Armverletzungen, weil sie versuchte, dazwischenzugehen.
„Hoffen auf Gerechtigkeit“
Nun hofft die Familie auf Gerechtigkeit: „Der Pitbull ist brandgefährlich. Er bellt immer wie verrückt, wenn jemand vorbeigeht.“ Die Besitzer wurden angezeigt, ein Rechtsanwalt eingeschaltet. „Es kann nicht sein, dass man als normale Bürger Angst haben muss wegen solcher Leute“, so die Tochter.
Bei der Polizei sind der Hund oder die Besitzer zuvor noch nicht bekannt gewesen. Sie nimmt den Vorfall aber freilich ernst. „Es handelt sich hier um ein Unterlassungsdelikt. Die Besitzer haben nicht Sorge getragen, dass der Hund sicher verwahrt ist. Wir können nur an alle Hundebesitzer appellieren, dafür zu sorgen, dass die Hunde nicht ausbüxen können“, heißt es seitens der Exekutive.
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