Mehrere Tote
Syriens Premier überlebt Anschlag in Damaskus
Unter den Toten sei ein Leibwächter Halkis, der Fahrer des Premiers und ein weiterer Leibwächter seien verletzt worden. Der Regierungschef selbst hingegen sei "nicht im Geringsten verletzt", hieß es im Staatsfernsehen.
"Beweis für moralischen Bankrott der Terrorgruppen"
Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Die Detonation ereignete sich in einem Viertel, in dem zahlreiche Funktionäre wohnen. Ein Anrainer sagte, er habe einen lauten Knall auf der Straße gehört, kurz darauf seien Krankenwagen und die Feuerwehr eingetroffen. Halki wurde von regierungsnahen Medien mit dem Satz zitiert: "Diese Explosion ist ein Beweis für den moralischen Bankrott der Terrorgruppen und derjenigen, die sie unterstützen."
Halki hatte das Amt des Regierungschefs im vergangenen August übernommen, nachdem der vorherige Ministerpräsident Riad Hijab zur Opposition übergelaufen war. In Syrien kämpfen Aufständische seit mehr als zwei Jahren gegen die Truppen von Präsident Assad. Die Regierung bezeichnet die Rebellen als "Terroristen". In dem Konflikt wurden nach UNO-Schätzungen bereits mehr als 70.000 Menschen getötet.
Paris: "Keine Beweise" für Einsatz von Chemiewaffen
Indes mahnte die französische Regierung zur Vorsicht im Umgang mit Berichten über den mutmaßlichen Einsatz von Chemiewaffen in Syrien. Es gebe "noch keine Beweise" dafür, dass Assad Chemiewaffen im Kampf gegen die Rebellen einsetze, sagte der französische Außenminister Laurent Fabius am Montag. "Wir haben keine Gewissheit. Es gibt Indizien, die von den Engländern und den Amerikanern geliefert wurden. Wir sind dabei, das zu prüfen." Es sei aber "bezeichnend", dass Syrien keine UNO-Untersuchungskommission ins Land lasse.
Ranghohe US-Regierungsmitglieder hatten es jüngst als wahrscheinlich bezeichnet, dass in Syrien Chemiewaffen "in geringen Mengen" eingesetzt worden seien. Auch der britische Geheimdienst sprach von "begrenzten, aber überzeugenden Hinweisen". US-Präsident Barack Obama hatte in der Vergangenheit einen Chemiewaffeneinsatz als "rote Linie" für ein mögliches militärisches Eingreifen in Syrien bezeichnet.







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