Das Ringen rund um Deponiepläne in Strobl geht in die nächste Runde. Spät, aber doch reichte die Gemeinde erschwerende Fakten ein. Jetzt liegt der Ball beim Land. Anrainer erwarten eine Ablehnung der Aushubdeponie.
Mit rund fünfeinhalb statt sechseinhalb Metern ist die Alte Bundesstraße in Strobl-Aigen zu schmal für noch mehr Lkw-Verkehr. Von rund 200 würde der auf etwa 300 Lkw-Fahrten ansteigen. Das würde die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrer erheblich beeinträchtigen.
Zu diesem Schluss kommt ein kürzlich fertiggestelltes Gutachten eines Flachgauer Sachverständigen. Er bewertete im Auftrag der Gemeinde Strobl die Zufahrt zu einer geplanten und umstrittenen Deponie. Seine verkehrstechnische Beurteilung fällt negativ aus. „Durch den von der geplanten Bodenaushubdeponie generierten Schwerverkehr sind die Sicherheit, Leichtigkeit und Flüssigkeit des Verkehrs an der Alten Bundesstraße in (Strobl-)Aigen nicht mehr gewährleistet.“ Unter den herrschenden Bedingungen sei die Erschließung der Deponie über diese Straße abzulehnen.
„Jetzt sind die Fakten auf dem Tisch“, freut sich SPÖ-Bürgermeister Harald Humer. Die Gemeinde hatte vom Land Salzburg nach einem ersten auch noch einen zweiten Aufschub bekommen, um Einwände einzureichen. Hintergrund war, dass das Verkehrssicherheits-Gutachten zunächst nicht fristgerecht fertig geworden war. Die Bürgerinitiative „Keine Deponie in Strobl“ jubelt über das Gutachten. Man erwarte einen Stopp der Pläne.
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