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Verschüttete in Bangladesch nach zwei Tagen gerettet

Ausland
26.04.2013 17:30
Zwei Tage nach dem Einsturz eines achtstöckigen Gebäudes in Bangladesch haben Retter Dutzende Verschüttete lebend aus den Trümmern geholt. Die Zahl der Todesopfer stieg indes bis Freitagabend auf über 300. Bis zu 400 Menschen werden nach offiziellen Angaben noch unter dem Schutt vermutet. Einige von ihnen seien noch am Leben, sagte der stellvertretende Chef der Feuerwehr, Mizanur Rahman. "Wir hoffen, dass wir sie retten können."

Mehr als 3.000 Menschen waren in dem Gebäude, als es am Mittwoch zusammenbrach (siehe Infobox). In den meisten Fällen handelte es sich dabei um Arbeiterinnen mehrerer Bekleidungsfabriken, die in dem Haus untergebracht sind.

Protest gegen Arbeitsbedingungen
Der Ärger der Textilarbeiter des Landes schwillt indes weiter an. Tausende gingen am Freitag auf die Straße, um gegen ihre Arbeitsbedingungen zu protestieren. Dabei demolierten einige Demonstranten nach Angaben von Polizei und Augenzeugen Fabrikanlagen und setzten Fahrzeuge in Brand.

In Bangladesch lassen fast alle westlichen Bekleidungshäuser ihre Waren herstellen. Die Näherinnen arbeiten meist zu sehr niedrigen Löhnen und unter schlechten Bedingungen. In den vergangenen Monaten kam es mehrfach zu Bränden und Unfällen in den Fabriken, bei denen Dutzende Menschen starben.

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