Sie tragen Kampfnamen wie „Dianamite“, „Arsch-tritt“ oder „Frightening Fany“ und kennen auf acht Rollen kein Pardon. Sie halten sich fest, stoßen sich und checken sich nieder. Willkommen beim Roller Derby, einem weiblich dominierten Vollkontaktsport, den es am Samstag auch in Linz zu sehen gibt.
„Man muss schon ein bisschen einen Vogel haben“, lacht Diana Weinbauer. Denn das sportliche Hobby der 31-Jährigen ist nicht gerade alltäglich, sie betreibt mit 17 weiteren Frauen in Linz Roller Derby. Dabei handelt es sich um einen weiblich dominierten Vollkontaktsport, der auf Rollschuhen und ohne Ball auf einer ovalen Fahrbahn gespielt wird. Ziel ist es, eine ausgewählte Läuferin, die Punkte erzielen kann, zu stoppen.
Voller Körpereinsatz
Dabei gibt es kein Pardon, wird auch auf direkten Körpereinsatz wie Bodychecks gesetzt. „Es gibt aber auch illegale Zonen und man kommt dann wie beim Eishockey auf die Strafbank“, sagt Weinbauer, die seit der Gründung 2015 bei den Steelcity Rollers dabei ist.
Volksschullehrerin als „Dianamite“
Das Warum ist leicht erklärt: „Es ist ein totaler Ausgleich zu den Sachen, die wir ansonsten machen. Es sind viele Personen, die im kreativen oder sozialen Bereich tätig sind, dabei. Und es ist total lustig“, so Weinbauer, die selbst als Volksschullehrerin arbeitet, am Parkett aber mit dem Kampfnamen „Dianamite“ ihre Gegnerinnen aufmischt. „Man muss blaue Flecken mögen“, grinst Weinbauer, die aber auch betont: „Es schaut brutal aus, aber das Verletzungsrisiko ist gering. Ohne die vorgeschriebene Schutzausrüstung darf keiner mitmachen!“
Wer sich von der Sportart ein Bild machen will, kann das am Samstag (11) beim Triple-Header in der Landwiedschule Linz machen.
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