Zückt die Schwerter, die Arena ist zurück! Nach dem Tod seines Idols Maximus lebte Lucius (Paul Mescal), Sohn von Lucilla (Connie Nielsen), fern der römischen Intrigen an Nordafrikas Küste. Doch als Römer seine Heimat überfallen, wird er nach Rom verschleppt und als Gladiator in die Arena gezwungen. Lesen Sie hier unsere Kritik zur epischen „Gladiator“-Fortsetzung von Ridley Scott!
Um ihrem kleinen Jungen Lucius ein Heranwachsen fernab mörderisch-cäsarischer Intrigen zu ermöglichen, verhalf ihm Lucilla (Connie Nielsen), Tochter des Marc Aurel, am Ende des 5-fach Oscar-prämierten Monumentalfilms „Gladiator“ zur Flucht.
Als Jahre später General Marcus Acacius (Pedro Pascal) das Meer vor der Küste Nordafrikas in einer gigantischen Seeschlacht zum Kochen bringt, fällt der inzwischen erwachsene Lucius (Paul Mescal) römischen Legionären in die Hände. Als Kriegsgefangener kehrt er nach Rom zurück – und er muss sich wie einst Maximus (Russell Crowe) als Gladiator zum Gaudium der Massen im blutgetränkten Sand der Arenen beweisen.
So also spinnt der Fantast Ridley Scott den Plot weiter. Und er macht sich bald einen Heidenspaß daraus, den historischen Stoff und das antike Rom förmlich zu pulverisieren. An Schauwerten und Action-Bombast fehlt es nicht.
Dass er aber Killerpaviane als Motion-Capture-Trick auf Lucius hetzt und das geflutete Kolosseum zum Aquarium für Haie macht (von Muränen ist in alten Schriften die Rede!), die in bester Flossenschocker-Manier nach lädierten Kämpfern schnappen, nicht zu vergessen die wilden Nashorn-Rodeoritte, ist mehr als schräg.
Zudem ist Gladiator Lucius – trotz Mescals einnehmender Physis – nicht die komplexe Figur, wie es Russell Crowe war. Als zentraler Putschist gegen die Cäsaren Geta und Caracalla sollte er mehr als antrainierte Muskeln zeigen!
Und so stiehlt ihm der charismatische Denzel Washington als Macrinus, der sich seine Freiheit erkauft hat und sich zum Imperator berufen fühlt, glatt die Show. Popcorn et circenses!
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