Den Namen Parov Stelar verbindet man wohl in erster Linie mit eingängigen Elektroswing-Nummern. In der Salzburger Galerie Haas & Gschwandtner stellte der Oberösterreicher bei der Vernissage am Freitagabend auch seine Fähigkeiten als Maler unter Beweis.
„Meine Bilder sind nichts anderes, wie ein Tagebuch. Und da ist es wichtig, dass man die Wahrheit schreibt, sonst lügt man sich ja selber an“, so der 49-Jährige über seine impulsiven Arbeiten.
Während auf den großformatigen Bildern Schwarz- und Grautöne mehrheitlich die Leinwand beherrschen, lassen sich dazwischen immer wieder farbliche Akzente erkennen. Düsterkeit und expressive Poppigkeit stehen im Wechsel. Bei so viel Emotionen kommt es durchaus auch einmal vor, dass sich ein Bild während des Arbeitsprozesses noch einmal komplett dreht, sagt Parov Stelar.
Nur eines kommt für ihn auf keinen Fall infrage: Verbiegen will der 49-Jährige sich mit seiner Kunst nicht. Authentizität steht für ihn immer im Vordergrund. „Wenn man es rein kommerziell betrachtet, wird man sich verbiegen müssen. Aber das wäre für mich Korruption und die brauche ich nicht“, sagt Parov Stelar entschlossen.
Ganz billig ist die ehrliche Kunst allerdings nicht. Für ein großes Ölgemälde zahlt man bis zu 38.000 Euro. Bei den kleinformatigen Papierarbeiten ist man ab 4.000 Euro dabei.
Weitaus preiswerter können Fans des Künstlers – der mit bürgerlichem Namen übrigens Marcus Füreder heißt – an seiner Musik teilhaben. Da meldet sich Parov Stelar zusammen mit DJ Alle Farben und Lena Sue mit dem neuen Hit „Drum“ zurück. „Ich kenne Alle Farben eigentlich schon seit 20 Jahren, war aber immer nur sporadisch im Kontakt mit ihm. Kürzlich hat er mich erst gefragt, ob wir nicht einmal zusammen einen Track machen wollen. Das war recht spontan.“
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