Nach dem Tod ihres kleinen Bruders hat Paula (Luna Wedler) den Lebensmut verloren. Auf einer Reise nach Rimini mit Helmut (Edgar Selge), der die Urne seiner verstorbenen Ex-Frau bei sich trägt, entwickelt sich eine unerwartete Freundschaft. Lesen Sie hier unsere Kino-Kritik zu diesem kuriosen, aber doch herzlichen Roadmovie „Marianengraben“.
Als Helmut (Edgar Selge) nächtens den Friedhof auf recht unkonventionelle Weise verlässt, hat er seine große Liebe Helga in ihrer frisch ausgegrabenen Urne mit dabei. Und er ist in Begleitung von Paula (Luna Wedler), die um ihren ertrunkenen kleinen Bruder trauert und die ihm beim heimlichen Grabschänden geholfen hat.
Helmut will die Asche seiner Liebsten nach Südtirol bringen, dorthin, wo sie gemeinsam glücklich waren. Und Paula will mit – mit all ihrem Schmerz und ihren Selbstvorwürfen im Gepäck.
Basierend auf dem titelgebenden Roman von Jasmin Schreiber, offeriert uns Regisseurin Eileen Byrne ein Roadmovie auf alpinen Serpentinen, das ebenso morbide wie kurios ist und dessen Protagonisten in unterschiedliche Richtungen unterwegs zu sein schienen: er zurück zu Orten der Erinnerungen, sie ringend um einen Neuanfang.
Wir lernen: Trauer ist immer frisch! Sie bleibt dicht unter der Oberfläche. Und bricht sich plötzlich Bahn – und sei es nur um ein totes Huhn.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.