Rund 6,7 Tage denken Oberösterreicher im Schnitt, dass ihre Vorräte im Katastrophenfall ausreichen. Doch die meisten unterschätzen, wie viel Wasser man pro Tag braucht, und vergessen weitere wichtigen Reserven. Auch die Sirenen-Warnsignale werden nicht einmal von 50 Prozent richtig erkannt.
Während der starken Regenfälle im September liefen die Telefone beim OÖ Zivilschutz wieder heiß. „Die Bürger wollen sich zwar informieren, es muss aber immer erst etwas passieren“, so Oberösterreich-Zivilschutz-Präsident Michael Hammer.
Studie deckt Irrtümer auf
Einer Studie zufolge denken rund drei Viertel der Oberösterreicher, gut auf Katastrophen vorbereitet zu sein. Viele haben Lebensmittel, Wasser und Konserven gebunkert – meist zu wenig, um, wie im Schnitt von Befragten angenommen – 6,7 Tage auszukommen. Technische Hilfsmittel, ein Notfallrucksack, Kerzen, Medikamente oder warme Kleidung werden oft vergessen, sind jedoch genauso essenziell.
80 Prozent der Bürger denken, dass das Land OÖ gut vorbereitet ist. Das ist zwar nicht falsch, aber jeder sollte sich eigene Reserven anlegen.
OÖ-Zivilschutz-Präsident und Bürgermeister von Altenberg Michael Hammer
Oberösterreicher optimistisch
Etwa 60 Prozent der Oberösterreicher fühlen sich klimawandelbedingten Extremwetterlagen gegenüber gut gewappnet. Viel Vertrauen wird auch in die Behörden und Einsatzorganisationen gelegt – 80 Prozent verlassen sich im Ernstfall auf die Institutionen. Deutlich Luft nach oben gibt es bei den Sirenen-Signalen: „Warnung“ wurde von 43 Prozent, „Alarm“ von 38 Prozent und „Entwarnung“ von 39 Prozent erkannt.
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