Harris vs. Trump

US-Verfassung sorgt für fehlende Mehrheit vor

US-Wahl 2024
03.11.2024 13:00
Porträt von krone.at
Von krone.at

Am Dienstag wird sich in den USA entscheiden, ob Kamala Harris oder Donald Trump ins Weiße Haus einzieht. Die eigentliche Abstimmung liegt dann beim Wahlkollegium, das aus 538 Wahlleuten aus den US-Bundesstaaten besteht (siehe Video oben).

Präsidentin oder Präsident wird, wer mindestens 270 dieser Stimmen erhält. In dem äußerst unwahrscheinlichen Fall, dass sowohl Trump als auch Harris genau 269 Stimmen auf sich vereinen, hat die US-Verfassung vorgesorgt. Dann ist das US-Repräsentantenhaus für die Entscheidung zuständig. Dort hätten die Republikanerinnen und Republikaner um Trump derzeit einen Vorteil. Sie kontrollieren 26 sogenannte Delegationen, die Demokratinnen und Demokraten um Harris nur 22.

Am Dienstag werden die Sitze allerdings auch neu gewählt. Analysen gehen von einem noch größeren Vorsprung des Trump-Lagers aus.

Von links: Kamala Harris und Donald Trump
Von links: Kamala Harris und Donald Trump(Bild: AP)

Ähnlicher Prozess für Vizepräsident
Bei einem Gleichstand der Wahlleute würde ein ähnlicher Prozess darüber entscheiden, wer Vizepräsident wird. Für diesen Fall ist der US-Senat zuständig, der aus 100 Personen besteht. Wer 51 Stimmen erhält, gewinnt dann. Theoretisch wäre es möglich, dass die Präsidentin beziehungsweise der Präsident und Vize verschiedenen Parteien angehören. Als Vizepräsident sind der Demokrat Tim Walz und der Republikaner J.D. Vance nominiert. 

Ein solches Szenario gab es für das Amt bisher erst einmal. 1824 holte keiner der vier Kandidaten die Mehrheit, das US-Repräsentantenhaus musste dann zwischen den drei Bestplatzierten entscheiden.

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