Angebote liegen vor

Luegbrücke um 200 statt um 300 Millionen Euro?

Tirol
03.11.2024 09:00

Die Flaute auf dem Bausektor könnte den Brückenbau auf der Brennerautobahn deutlich verbilligen. Offenbar liegt ein Angebot eines Branchenriesen vor, der die Neubaukosten wieder auf das Niveau ursprünglich abgegebener Schätzungen drückt. 

Auf mehr als 300 Millionen Euro taxierte Autobahnbetreiber Asfinag jüngst die Kosten für den Neubau der maroden Luegbrücke auf der Brennerautobahn. Zum Vergleich: Vor etwa fünf Jahren, als der schlechte Bauzustand der 1968 fertiggestellten Brücke erstmals bekannt wurde, lauteten die ersten Kostenschätzungen auf rund 200 Millionen Euro. Diese wurde jedoch nach oben revidiert, nicht zuletzt aufgrund der Einsprüche der Gemeinde Gries, die das Sanierungs- bzw. Neubauprojekt um Jahre verzögerten.

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Dieser Prozess sowie die damit verbundenen Daten sind sensibel und im momentanen Status der Vorgehensweise vertraulich.

Die Asfinag in einer Stellungnahme

Doch jetzt könnte es wieder in die andere, für die Steuerzahler erfreulichere Richtung gehen. Gegenwärtig scheint die schwache Konjunkturlage die Preise auf dem Bausektor deutlich nach unten zu drücken. Fakt ist: Die Angebotsfrist für den Neubau der Brücke ist seit kurzem abgelaufen. Dem Vernehmen nach gibt es einen klaren Billigstbieter mit einem Angebot, das den Neubau der Brücke kostenmäßig wieder auf das Niveau der ursprünglich abgegebenen Schätzungen drückt.

Konkret soll der Bauriese Strabag in der Lage sein, das Mega-Projekt um 220 Millionen abwickeln zu können – mit einem Respektabstand von 40 Millionen Euro zum Zweitplatzierten. Die Asfinag wollte diese Zahlen am Samstag nicht kommentieren. Sie teilte nur mit, dass die Prüfung der Angebote läuft.

„Dieser Prozess sowie die damit verbundenen Daten sind sensibel und im momentanen Status der Vorgehensweise vertraulich – diesem Prozess kann somit aufgrund der gebotenen Rahmenbedingungen nicht vorgegriffen werden. Erst nach eigentlicher Auftragsvergabe können weitere Details genannt werden, ohne das Verfahren zu beeinflussen“, heißt es dazu von offizieller Stelle. Man gehe „aus heutiger Sicht“ davon aus, den angestrebten Baubeginn im Frühjahr 2025 halten zu können. 

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