Der am 27. September entdeckte Komet C/2024 S1 sollte – so ursprüngliche Berechnungen – eigentlich zu Halloween mit freiem Auge am Nachthimmel sichtbar sein. Doch daraus wird nichts, denn der eisige Schneeball kam der Sonne zu nahe und verglühte.
Am Montag erreichte der Komet das Perihel (seinen sonnennächsten Punkt, Anm.), an dem die Temperaturen auf etwa 1000 Grad Celsius anstiegen. Zu diesem Zeitpunkt waren die eisigen Bestandteile im Kern von C/2024 S1 vollständig verdampft und der kleine Himmelskörper löste sich auf.
Mithilfe des Solar and Heliospheric Observatory (SOHO), einer Sonde, die von einem Konsortium für die Raumfahrtbehörde ESA und deren US-Pendant, der NASA, gebaut wurde, konnten Astronomen das faszinierende Schauspiel im All detailliert beobachten.
Die aus Einzelbildern des Observatoriums zusammengesetzte Animation (siehe oben) zeigt die letzten Momente von C/2024 S1 am 28. Oktober.
Komet aus der Gruppe der „Sonnenstreifer“
Entdeckt war der Komet mithilfe des Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) auf Hawaii worden. Er gehörte zu einer Gruppe von Kometen, die als Kreutz-Sungrazer (Sonnenstreifer) bekannt ist und während ihres Perihels der Sonne sehr nahekommen.
Sonde arbeitet seit 29 Jahren im All
Des Weltraumobservatorium SOHO war im November 1995 mit einer „Atlas“-Rakete in den Weltraum geschossen worden und hatte zwei Monate später – rund 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt – seine endgültige Position erreicht.
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