Angriffe im Norden
Libanon: Dutzende Tote nach Luftattacken Israels
Bei israelischen Luftangriffen in der Bekaa-Ebene im Nordosten des Libanon sind nach Angaben von zwei mit den Vorgängen vertrauten Personen und des Bürgermeisters von Baalbek mindestens 60 Menschen getötet worden.
Zwölf Orte seien von den Attacken betroffen gewesen, bei denen überdies 58 Menschen verletzt worden seien, gab das Ministerium eine vorläufige Bilanz bekannt. Mindestens zwei Kinder seien unter den Toten. Allein 16 der 60 Toten seien aus dem Ort Al-Alak westlich der Stadt Baalbek gemeldet worden.
Der Gouverneur der Region Baalbek-Hermel sprach von den „gewalttätigsten“ Angriffen auf das Gebiet seit Beginn des Konflikts. Baalbek ist eine verarmte Region in der Bekaa-Ebene, die an Syrien grenzt. Sie gilt als Hochburg der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz.
Schwere Gefechte mit Hisbollah-Miliz
Zuletzt war es zu schweren Gefechten zwischen der Hisbollah-Miliz und der israelischen Armee gekommen. Israels Soldaten durchkämmen das Grenzgebiet um Kafr Kila, wie die staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete. Israels Armee greife in der Gegend mit Artillerie, Panzern und Kampfflugzeugen an. Die Truppen sprengten Dutzende Häuser im Raum Aitarun und Jarun, wie es aus Sicherheitskreisen hieß.
Teure Abfangraketen
Mittlerweile stößt Israel auch in den Norden des Landes vor. Im Gegenzug setzte die Hisbollah ihren Raketenbeschuss auf Nordisrael unvermindert fort. Nach Angaben des Militärs wurden Dutzende Geschosse registriert. Ein Teil sei abgefangen worden, andere in offenem Gelände niedergegangen. Zunächst gab es keine Berichte über Opfer oder größere Schäden.
Allerdings sind die Abfangraketen für Israel kostspielig. Jeder Abfangversuch kostet Medienberichten zufolge umgerechnet Zehntausende Euro. Nach israelischen Angaben feuerte die schiitische Miliz seit Kriegsbeginn vor einem Jahr mehr als 8000 Raketen Richtung Israel ab.









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