Sieg mit 51,2 Prozent
Filip Vujanovic als Montenegros Präsident bestätigt
Vujanovic, ein langjähriger Mitarbeiter von Premier Milo Djukanovic, erhielt 51,2 Prozent bzw. 161.940 Stimmen. Sein Herausforderer, der ehemalige Außenminister und Diplomat Miodrag Lekic, kam auf 48,8 Prozent bzw. 154.290 Stimmen. Er verfehlte den Wahlsieg damit um knapp 7.000 Stimmen.
Der Jurist Vujanovic hatte seinen Wahlsieg schon am Sonntagabend verkündet. Kurz danach hatte dies aber auch Lekic getan. Ihm war es im Wahlkampf gelungen, hinter sich die führenden Oppositionsparteien zu versammeln. Das im Vorjahr von Lekic gebildete Bündnis "Demokratische Front" kündigte am Montag die Absicht an, die von der Wahlkommission mitgeteilten Ergebnisse genau unter die Lupe nehmen zu wollen.
Gerüchte über Wahlmanipulationen
Auch einige nichtstaatliche Organisationen gehen offenbar davon aus, dass dem Sieger Vujanovic auch einige Wahlmanipulationen zu Gute gekommen sein dürften.
So wies die Organisation MANS darauf hin, dass in der nordmontenegrinischen Kleinstadt Rozaje, wo es am Sonntag nach Angaben der Wahlstabzentrale von Lekic Unregelmäßigkeiten gegeben haben soll, in den vergangenen Monaten über 500 neue Wähler in die Wählerregister eingetragen worden seien. Bei nur einem Fünftel von ihnen soll es sich um Personen handeln, die in den vergangenen Monaten volljährig geworden sind.
Eine Strafanzeige wurde gegen Innenminister Rasko Konjevic erstattet, weil er vor dem Wahltermin 7.000 strittigen Wähler-Eintragungen nicht nachgehen ließ.
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