Zu wenig Geld

Klagenfurt will seine Flughafenanteile abgeben

Kärnten
13.10.2024 08:01

Der Sparstift wird in der Landeshauptstadt angesetzt. Neben Streichungen von Förderungen für Kultur- und Sportvereinen, sollen nun auch die Anteile am Klagenfurter Flughafen abgegeben werden. Jährlich buttert die Stadt 2,8 Millionen Euro in den Airport.

Im Klagenfurter Stadtbudget für 2025 fehlen 50 Millionen Euro, bei allen Parteien herrscht Alarmstimmung. Aufgrund der derzeitigen Situation könne kein Budget erstellt werden, so Finanzreferentin Constance Mochar.

Das würde bedeuten, dass die Stadt ab Jänner 2025 mit der Zwölftelregelung leben müsste. Freiwillige Leistungen wie etwa Subventionen können in dieser Phase nicht ausgezahlt werden, allein die Subventionen für Sport und Kultur machen acht Millionen aus. „Das ist erst der Anfang, es kommt noch viel dicker“, befürchtet Steuerexperte Hans Neuner. Selbst wenn man alle außerordentlichen Zahlungen abziehe, würde im Budget noch immer ein Minus-Loch von 35 Millionen Euro klaffen. Überall wird nun gerechnet.

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Das ist erst der Anfang, es kommt noch viel dicker.

befürchtet Steuerexperte Hans Neuner

2,8 Millionen Euro für ein Jahr Beteiligung
Daher plant die Stadt nun sogar einen Rückzug vom Klagenfurter Flughafen. Derzeit hält das Land 80 und die Stadt 20 Prozent. „Da hat man kaum Mitspracherecht, aber es kostet viel Geld. Allein heuer müssen wir für den Airport 2,8 Millionen Euro zahlen“, warnt Stadtrat Max Habenicht. „Das wird sich in den nächsten Jahren wiederholen. Doch dafür ist kein Geld da.“

Wie und wann die Anteile abgestoßen werden sollen, werde demnächst ausgehandelt. 

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