Mit Plakaten wie „Wir bezahlen nicht für euer Versagen“ oder „Lernen darf keine Schulden schaffen“ demonstrierten verzweifelte Frauen, denen das AMS vorher genehmigtes Weiterbildungsgeld wieder entziehen will, in Wien für mehr Fairness und Gerechtigkeit.
Lautstark verschaffte sich eine kleine Gruppe verzweifelter Frauen aus NÖ in Wien Gehör, denen – wie bereits mehrfach berichtet – das AMS vorher genehmigte Weiterbildungsgelder wieder entziehen will.
Mit Plakaten, wie „Wir bezahlen nicht für euer Versagen“ oder „Lernen darf keine Schulden schaffen“ demonstrierten großteils junge Mütter vor dem Arbeitsministerium und der niederösterreichischen Landesgeschäftsstelle des Arbeitsmarktservice in der Bundeshauptstadt für Fairness und Gerechtigkeit, denn in Oberösterreich würden Kursteilnehmerinnen des betroffenen Instituts weiterhin durchgewunken werden (siehe Faksimile).
Während man schon lange betont, dass nur mehr das AMS NÖ von allen Landesstellen keine Kulanz walten lässt, bestätigt aber auch das AMS, dass zumindest 80 Prozent der Fälle aus NÖ kommen.
AMS sieht sich bestätigt
Dennoch will man dort den Vorwurf, dass in Niederösterreich die Menschen ungleich behandelt würden, nicht gelten lassen. Ein Anlassfall hätte die Überprüfung des Instituts ausgelöst. „Teilweise konnten sich die Antragsteller die Bestätigungen selbst ausfüllen“, schildert AMS-NÖ-Sprecherin Martina Fischlmayr.
Weiters führt das AMS eine Kursrechnung des Instituts ins Treffen, wo eindeutig „Selbststudium“ steht und die mit der Kursbestätigung damit klar im Widerspruch stehe. Damit sei man gesetzlich verpflichtet, zurückzufordern. Soziale Härtefälle bedauere man.
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