Im besonders vom Hochwasser betroffenen St. Pölten sind seit Freitag Schadenskommissionen zu den Opfern unterwegs – vermutlich bis Weihnachten. Bisher wurden bereits 1000 Schäden eingemeldet.
Unter einer Stunde geht meist gar nichts, wenn die Schadenskommission der Stadt St. Pölten zu den Betroffenen kommt. Zu groß ist nicht nur der finanzielle Schaden durch die Jahrhundertflut, sondern auch das Leid der Menschen, das dem Team aus Stadtpolitikern, Sachverständigen und Magistratsmitarbeitern mitgeteilt werden will. Bisher sind knapp 1000 Schäden eingemeldet, täglich werden es mehr. Daher wird es wohl bis Weihnachten dauern, bis das wahre Ausmaß der Schäden dokumentiert ist.
Seit Freitag sind die ersten Kommissionen in der Landeshauptstadt unterwegs, die in den Tagen davor geschult werden mussten. Dabei werden die endgültigen Schäden aufgenommen und auf Fotos festgehalten, um eine Auszahlung aus dem Katastrophenfonds zu ermöglichen. „Das passiert neben dem laufenden Magistratsdienst und wird von Personen erledigt, die teilweise selbst persönlich betroffen sind“, heißt es aus dem Rathaus.
Rasche Unterstützung gefordert
Dass den St. Pöltnern dann auch rasch vom Bund geholfen wird, verlangt Bürgermeister Matthias Stadler. Er macht sich für ein „unbürokratisches, gestaffeltes Hilfspaket“ von bis zu 10.000 Euro pro Haushalt stark. Diese Forderung nach rascher Unterstützung stehe aber im Widerspruch zur aktuellen Arbeit der Kommission, kritisieren manche Betroffene. Denn nach dem Start am Freitag kam das Wochenende – und da war niemand unterwegs.
Arbeit auch am Wochenende
Seitens der Stadt betont man jedoch, dass Schäden auch am Wochenende aufgenommen werden. Unter der Woche komme dann die Kommission zu den Betroffenen. Außerdem sei man an Samstagen und Sonntagen alles andere als untätig, heißt es aus dem Rathaus. So wurde die Mülldeponie auch am Wochenende geöffnet, der Wirtschaftshof war durchgehend im Dienst und auch um die Reparatur des Kanalsystems, das in Pottenbrunn durch das Hochwasser beschädigt worden ist, werde auch am Wochenende gearbeitet.
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