Identität geklärt
Deutscher wollte als falscher Bischof Einlass in Vatikan
Bei seinem Auftritt im Vatikan hatte Napierski einen lilafarbenen Schal um die Hüfte getragen und bei ihrem Eintreffen vor dem Vatikan Priestern und Kardinälen die Hand geschüttelt. Dabei gab er sich als Mitglied der italienischen Orthodoxen Kirche aus, die aber gar nicht existiert. Die Schweizer Garde eskortierte ihn schließlich hinaus.
Deutsche Bischofskonferenz: "Verhalten inakzeptabel"
Kopp zufolge behauptete Napierski vor dem Start der sogenannten Generalkongregationen am Montag, katholischer Bischof zu sein. "Dem widersprechen wir: Er wird nicht im 'Annuario Pontificio' geführt, dem Päpstlichen Jahrbuch, in dem alle rechtmäßigen katholischen Bischöfe verzeichnet sind", zitierte die "Bild" den Geistlichen. "Daher können wir nicht erkennen, dass er 'in Union mit der katholischen Kirche' steht." Außerdem empfinde er das Verhalten, in dieser Form die Vorbereitungen zum Konklave zu stören, inakzeptabel, so Kopp.
Der Auftritt im Vatikan ist jedenfalls nicht der erste humoristische Angriff des Deutschen auf die katholische Kirche: Napierski betreibt und betrieb verschiedene Internetseiten. Darin bezeichnet er sich als Bischof einer Teilkirche der katholischen Kirche. Auf einer anderen Seite gibt sich der Scherzbold als Chef des vermeintlichen katholischen Ordens Corpus Dei aus - eine offensichtliche Anspielung auf den katholischen Bund Opus Dei.
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