Unwetter-Bilanz

Versicherer fürchten Schäden von bis zu 700 Mio. €

Österreich
20.09.2024 09:54
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nach den jüngsten Unwettern rechnet die heimische Versicherungsbranche mit massiven Schadenssummen. Laut Versicherungsverband (VVO) werden in Österreich Schäden in der Höhe von bis zu 600 bis 700 Millionen Euro erwartet. Im Extremfall könnte sogar die Milliardengrenze durchbrochen werden, heißt es.

Man sei nun um eine „rasche und unbürokratische Schadensabwicklung“ bemüht, teilte der Verband am Freitag mit. Zahlen von einzelnen Versicherern der Branche haben das große Ausmaß der Schäden bereits vermuten lassen.

Vor einigen Tagen kündigte etwa die Wiener Städtische an, für sich alleine ein Schadensvolumen von bis zu 100 Millionen Euro zu erwarten. Auch die Niederösterreichische Versicherung rechnet mit Rekordschäden von 80 bis 100 Millionen Euro.

Die restlichen großen Versicherer hielten sich mit konkreten Zahlen bisher zurück. Die Generali rechnet mit einem „höheren zweistelligen Millionenbetrag“. Bei Wüstenrot wird indessen von einem Schadensvolumen von „mindestens zehn Millionen Euro“ ausgegangen. Für die Uniqa sind Schadenschätzungen derzeit noch zu früh.

VVO: Trend wird sich fortsetzen
Schäden aus Naturkatastrophen seien in den vergangenen Jahren stark gestiegen, dieser Trend werde sich fortsetzen, so der VVO. In den letzten Jahren verzeichneten die österreichischen Versicherungen durchschnittlich Schadenhöhen von über einer Milliarde Euro.

Das Hochwasser dieser Tage war das größte Naturkatastrophenereignis in diesem Jahr in Österreich und werde die Schadenhöhen deutlich steigen lassen. Niederösterreich habe am stärksten unter den Unwettern gelitten.

Verband fordert politische Schritte
Der Verband betonte, dass es neben Prävention für solche Naturereignisse auch politische Schritten brauche. „Die Versicherungswirtschaft schlägt vor, die Naturkatastrophenrisiken untrennbar mit der Feuerversicherung zu koppeln (Belgisches Modell)“, schreibt der VVO. Eine solche Lösung würde – auf freiwilliger Basis – einen Rechtsanspruch auf Ersatzleistung sichern.

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