Gefesselt und bemalt
D: Marinesoldaten sollen Vorgesetzten attackiert haben
Am Abend des 15. Februar sollen vier Obermaate den Bootsmann aus seiner Koje des "Hermelin" gezogen haben. Der nur mit einer Unterhose bekleidete Mann sei gefesselt und am Bein mit den Worten "Hier wohnen die Mongos" bemalt worden sein, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Zwei der Soldaten sollen die Aktion auf Handyfotos festgehalten haben, die aber auf Befehl gelöscht worden seien.
Die vier Verdächtigen wurden zurück nach Deutschland geschickt, während das Opfer weiterhin auf dem Schnellboot Dienst tut. Dass sich dort weitere Soldaten befinden, die in den Vorfall verwickelt waren, ist nicht auszuschließen: Bei einer vorgesehenen Besatzung von 36 Mann auf einem knapp 60 Meter langen Boot sei der Raum begrenzt, so die "Süddeutsche Zeitung". Möglich sei daher, dass weitere Soldaten durch aktives Wegsehen die Vorgänge zumindest begünstigt hätten.
Mindestens 13 Personen sollen bereits einvernommen worden sein. Die Ermittlungen hat vergangenen Freitag die Staatsanwaltschaft beim Landgericht Rostock übernommen, in der Stadt liegt der Marinestützpunkt des "Hermelin".
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