Jana (Kamila Urzedowska) lebt in einem polnischen Dorf im späten 19. Jahrhundert. Sie soll den reichsten Bauern heiraten, doch ihr Herz gehört jemand anderem ... Rund 40.000 von Hand gemalte Einzelbilder legen sich in diesem besonderen Kinofilm über die Adaption eines mit dem Nobelpreis prämierten Werks. Lesen Sie hier die ganze Kino-Kritik zu diesem Meisterwerk: „Das Flüstern der Felder“.
Ein polnisches Dorf im späten 19. Jh. Wir folgen dem Wechsel der Jahreszeiten, werden Zeugen liturgischer und bäuerlicher Feste. Jagna (Kamila Urzedowska), eine freigeistige Schönheit, die sich den Tieren näher fühlt als den engstirnigen Menschen um sie herum, die alles missbilligen, was über ihren Horizont hinausreicht, soll auf Geheiß der Mutter den reichsten Bauern heiraten. Doch sie liebt dessen ältesten Sohn und sieht sich bald in hässliche Intrigen und Verrat verstrickt
Das Regieduo Kobiela/ Welchman (grandios ihr Van-Gogh-Biopic „Loving Vincent“) adaptiert hier eine epische Chronik ländlichen Lebens, „Die Bauern“, für die Władysław Reymont 1924 den Literaturnobelpreis erhielt. Was diesen Film zu einem visuell so ästhetischen Erlebnis macht, ist seine Übermalung von Hand durch eine Hundertschaft (!) von Künstlern aus Serbien, Polen, Litauen und der Ukraine, deren virtuoser Pinselstrich sich über die realen Darsteller und Landschaften legt.
Ein Bilderrausch, der zur poetischen Überschreibung einer rigid-patriarchalen Wirklichkeit wird. Eine rare Verschmelzung.
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