Eigentlich passt Andrew Rowe mit 36 Jahren nicht mehr ins Bulls-„Beuteschema“. Aber Klasse und Vita sprechen für den US-Amerikaner, für den Salzburg seine vierte Europa-Station ist.
Seine Visitenkarte gab Andrew Rowe in Salzburg bereits vor einem Jahr ab. Der US-Amerikaner setzt bei Ingolstadts 2:1-Sieg in der Champions League die Eisbullen in der Eisarena mit einem Doppelpack in 142 Sekunden matt.
Am Sonntag traf der zweifache Familienvater beim 6:2 gegen Sönderjyske erstmals im Bulls-Trikot, wartete mit seinen Stärken als Zwei-Wege-Center auf. Der die Arbeit in den Ecken liebt, stark bei den Bullys ist. „Was bei denen hilft? Erfahrung und Timing“, erklärt Rowe, der mit 36 Jahren seine vierte Europa-Station bezog. Nach zwei Jahren bei Mora (106 Spiele/60 Punkte) in Schweden, vier in der Schweiz bei Rapperswil-Jona (198/123) und einem bei Ingolstadt (44/23). Wo nach DEL-Platz neun heuer der große Umbruch erfolgte.
Da trat Österreichs Meister auf den Plan. „Er strahlt auf dem Eis eine gute physische Präsenz aus, kann das Spiel sehr gut lesen und verfügt über viel Erfahrung und Leadership-Qualität“, beschreibt Salzburg-Manager Helmut Schlögl das Profil des Routiniers, der in der Schweiz gleich zum Kapitän gewählt worden war.
„Ich würde nicht sagen, dass ich ein besserer Anführer bin in der Kabine. Nicht einmal, dass ich mich darauf konzentriere, vorneweg zu gehen. Ich mag’s, Beziehungen zu Menschen zu knüpfen“, erklärte es Rowe einmal. Der Ex-Eisbulle Gazley (Bozen) als besten Freund hat, gerne mit Assen wie Cervenka (Tch) oder Abbott (Kan) zusammenspielte. „Jetzt soll die Chemie mit den Spielern hier stimmen.“ Allen voran Huber und der aufstrebende Krening – die Linienpartner.
Rowe blieb der Sprung in die NHL verwehrt. Ein Vorbereitungsspiel mit Philadelphia gab es. „Ich bin ein Spätzünder, habe Zeit gebraucht zu verstehen, dass man sich Eiszeit verdienen muss“, beschreibt es der Neo-Eisbulle, der sich in Salzburg mit seiner Familie schnell eingelebt hat und schwärmt: „Alleine unser Ausblick jeden Tag auf die Festung ist toll.“
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