Chinas Führung will eine Intensivierung von Spionagetätigkeiten westlicher Staaten bemerkt haben und warnt nun die eigene Bevölkerung vor allem vor „schönen Frauen“ und „gut aussehenden Männern“.
Im Onlinedienst WeChat warf das Ministerium für Staatssicherheit am Mittwoch ausländischen Geheimdiensten vor, „Liebesfallen“ zu errichten, um chinesische Studenten anzulocken. Demnach nutzten ausländische Spione Stellenanzeigen oder gar Dating-Plattformen, um junge Studenten zur Herausgabe „wichtiger Forschungsergebnisse“ oder anderer vertraulicher Informationen zu verführen. Auch eine Tarnung von Agenten als Hochschuldozenten, Forscher oder wissenschaftliche Berater zur „gezielten Infiltration“ sei möglich.
Britischer MI6 im Visier
Neben Liebesbeziehungen sollen junge Chinesinnen und Chinesen über lukrative Jobangebote im Ausland bekehrt werden, wie es weiter heißt. Welche Staaten sich vorwiegend solcher Methoden bedienen sollen, verriet die Behörde nicht. Allerdings hieß es in einer ähnlichen Warnung im Juni, dass der britische MI6 ein chinesisches Paar, das für die Regierung in Peking arbeite, für Spionagetätigkeiten rekrutiert habe.
Unter der Präsidentschaft von Staatschef Xi Jinping haben in China Warnungen vor angeblichen Versuchen des Auslands zugenommen, den wirtschaftlichen und politischen Aufstieg des Landes zu verhindern.
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