Helfer abberufen
Ural: Suche nach Meteoritenteilen eingestellt
Ausland
17.02.2013 09:40
Nach dem verheerenden Meteoritenschauer mit etwa 1.200 Verletzten im Ural haben die russischen Behörden ihre Suche nach Überresten des Himmelskörpers am Sonntag eingestellt. Die im zugefrorenen Tschebarkul-See eingesetzten Taucher seien abgezogen worden, sagte ein Sprecher des Katastrophenschutzministeriums. Diese hatten dort nach Teilen des am Freitag niedergegangenen Meteoriten gesucht. Ein Loch im Eis von etwa acht Metern Durchmesser sei aber offenbar nicht auf den Meteoriten zurückzuführen, so der Sprecher.
Den Ministeriumsangaben zufolge sollen sich alle Helfer nun auf die am Samstag begonnen Aufräumarbeiten in der Stadt Tscheljabinsk konzentrieren. Über der mehr als eine Million Einwohner zählenden Stadt und der gleichnamigen Region war der Meteorit mit einem grellen Blitz und einer Druckwelle explodiert. Am Sonntag lagen weiterhin etwa 40 Menschen in Krankenhäusern.
Die Explosion des Meteoriten über Tscheljabinsk gilt als einer der einschneidendsten kosmischen Vorfälle in Russland seit dem sogenannten Tunguska-Ereignis im Jahr 1908. Damals wurde Sibirien von einer heftigen Explosion erschüttert, die Wissenschaftler auf einen Asteroiden oder Kometen zurückführten.
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